Björn Coenen: 200 Blutspenden mit 59
Seine Blutspendebiographie ist mustergültig: Björn Coenen aus Erkelenz hat jetzt im Alter von 59 Jahren zum 200. Mal Blut gespendet. Wie kam es dazu? „Als ich 18 war, hat mein Vater mich einfach mal zur Blutspende mitgenommen. Seitdem bin ich dabei. Anfangs ging ich viermal im Jahr, später sechsmal. Ich habe alle 200 Vollblutspenden gut vertragen und hatte nie Probleme während oder nach der Spende“.
Der Gartenbautechniker, der als angestellter Betriebsleiter in einer Gärtnerei arbeitet, findet es wichtig, sich für das Allgemeinwohl zu engagieren. „Für mich ist es selbstverständlich, sechsmal im Jahr etwa eine Stunde für etwas Gutes zu investieren. Jeder von uns könnte auf eine Bluttransfusion angewiesen sein, deshalb sollte es für niemanden ein Problem sein, zur Blutspende zu gehen. Dank der App sind Terminbuchungen einfach und es gibt kaum noch Warteschlangen.“
Seine erste Blutspende leistete Björn Coenen in Immerath, wo er aufgewachsen ist. Dieser Ort musste dem Braunkohletagebau Garzweiler weichen. Coenen wohnt jetzt in einem Nachbarort des umgesiedelten Immerath, dort (in „Neu-“Immerath) spendete er zum 200. Mal. „Die Blutspende verlief wie immer reibungslos, dank der verschiedenen tollen Teams aus Breitscheid.“
Ein wenig Kritik hat der überzeugte Blutspender dann aber doch: „Vor Corona war der Imbiss üppiger und es gab kleine Aufmerksamkeiten. Und ganz früher musste man nur sechs oder maximal acht Fragen beantworten.“ Diese Entwicklungen sind für Coenen aber kein Grund, nicht mehr Blut zu spenden. Im Gegenteil: „Da es ja keine Altersgrenze nach oben mehr gibt, werde ich so lange weitermachen, wie es für mich gesundheitlich möglich ist.“

