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Blutspende nach Zeckenstich?

Wer viel in der Natur unterwegs ist, kann auch unangenehmen Zeitgenossen begegnen. Der Gemeine Holzbock ist die häufigste Zeckenart in Deutschland. Er kann harmlos sein, in einigen Fällen aber auch Krankheitserreger wie das Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)-Virus oder Borrelien übertragen. Nach einem Zeckenstich darf man vorsichtshalber vier Wochen lang nicht Blut spenden. Manchmal werden Krankheiten, die die Zecke übertragen hat, erst einige Tage später deutlich. Im Sinne der geschwächten Patienten, die eine Bluttransfusion bekommen, müssen wir hier auf Nummer Sicher gehen. Aber auch für den potentiellen Blutspender ist es sinnvoll, dem Körper nach einem Zeckenstich Ruhe zu gönnen. Wer nach einem Zeckenstich Krankheitssymptome hat und mit Antibiotika behandelt wird, darf vier Wochen nach Beenden der Antibiotikaeinnahme und bei Symptomfreiheit wieder Blut spenden.
Borreliose
Wer an Borreliose erkrankt war, darf nach Ausheilung und abgeschlossener Behandlung Blut spenden. Gegebenenfalls muss ein Befund vorgelegt werden, der die gesicherte Ausheilung belegt.
FSME
FSME beginnt meist mit grippeähnlichen Symptomen. Eine Blutspende ist nicht erlaubt, wenn man sich nicht gesund fühlt.
FSME-Impfung
Nach einer FSME-Impfung darf man Blut spenden, falls keine Nebenwirkungen (Unwohlsein, Schmerzen an der Einstichstelle) aufgetreten sind.

Am besten ist natürlich, sich nicht von einer Zecke stechen zu lassen. Empfohlen wird, beim Wandern durch hohes Gras und jenseits befestigter Wege Arme und Beine zu bedecken und sicherheitshalber die Socken über die Hosenbeine zu ziehen. So bietet man den Zecken, die sich gerne von Gräsern oder Pflanzen abstreifen lassen, um zustechen und Blut saugen zu können, deutlich weniger Angriffsfläche.