12.01.2026

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Dringender Appell zur Blutspende: Blut wird JETZT benötigt!

Winterwetter, Infektwelle und ein schwacher Start ins Spendenjahr treffen aktuell zeitgleich auf einen unverändert hohen Bedarf in den Kliniken. Die Folge ist eine deutlich angespannte Versorgungslage mit Blutpräparaten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

In den vergangenen Wochen mussten zahlreiche Blutspendetermine witterungsbedingt kurzfristig abgesagt werden. Viele der dennoch durchgeführten Termine waren deutlich schwächer besucht als üblich. Gleichzeitig sorgt die anhaltende Grippe- und Erkältungswelle dafür, dass viele potenzielle Spenderinnen und Spender vorübergehend nicht spenden können. Bereits zu Jahresbeginn lag das Spendenaufkommen, auch bedingt durch Feiertage, unter dem notwendigen Niveau.

Kritische Lagerreichweite

Die Auswirkungen sind klar messbar. Die Vorräte sinken kontinuierlich. Aktuell beträgt die Lagerreichweite nur noch rund 1,5 Tage. Erforderlich wären mindestens fünf Tage, um eine stabile Versorgung sicherzustellen.

Blutpräparate sind nur begrenzt haltbar und können nicht auf Vorrat produziert werden. Schon wenige Tage mit zu wenigen Spenden wirken sich unmittelbar auf die Patientenversorgung aus. Operationen, Notfälle, Krebstherapien und die Behandlung chronisch kranker Menschen sind täglich auf verfügbare Blutpräparate angewiesen.

„Die Situation ist ernst. Blutspenden lassen sich nicht aufschieben. Was heute nicht gespendet wird, fehlt morgen in den Kliniken“, erklärt Stephan David Küpper, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienst West. „Diese Versorgung darf nicht ins Wanken geraten.“

Der DRK-Blutspendedienst geht verantwortungsvoll mit den vorhandenen Beständen um. Eine nachhaltige Stabilisierung ist jedoch nur möglich, wenn kurzfristig deutlich mehr Menschen Blut spenden. Bereits wenige Tage mit hoher Spendenbereitschaft können entscheidend dazu beitragen, die Lage spürbar zu entspannen.

Der Appell richtet sich an alle gesunden und spendefähigen Bürgerinnen und Bürger. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, einen Termin wahrzunehmen und Verantwortung zu übernehmen.

Gut zu wissen

  • Blut spenden kann jeder ab 18 Jahren, der sich gesund fühlt. Eine obere Altersgrenze gibt es nicht mehr.
  • Die eigentliche Blutspende dauert nur fünf bis zehn Minuten.
  • Eine Spende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten helfen.
  • Zum Termin bitte Personalausweis oder Führerschein mitbringen.

Termine 

Aktuelle Termine und weitere Informationen finden sich unter
www.blutspende.jetzt

Wer unsicher ist, ob eine Blutspende möglich ist, etwa wegen Medikamenteneinnahme oder nach einer Erkrankung, kann sich kostenfrei beraten lassen unter
0800 11 949 11
oder den Online-Check auf www.blutspende.jetzt nutzen.

Jetzt Termin reservieren!

Kommentare

Guten Tag Herr Küpper, gerne würde ich dem Aufruf folgen und Blut spenden jedoch ist der nächste Blutspendetermin für nächste Woche Montag bzw. in meinem Stadtteil in drei Wochen angesetzt. Welche gut erreichbaren Möglichkeiten (neben dem Zentrum in der Fußgängerzone) gibt es für eine Blutspende? 

Vielen Dank für Ihre Bereitschaft, Blut zu spenden.

Ich verstehe gut, dass die Terminlage nicht immer ideal ist. Blutspende funktioniert jedoch nur, wenn wir eine verlässliche Blutspende-Routine aufbauen können: Regelmäßige, planbare Termine in den Kommunen und ein kontinuierlicher Zulauf an Spenderinnen und Spendern sind notwendig, damit Kliniken dauerhaft versorgt werden können. Deshalb werden mobile Termine in der Regel in festen Abständen geplant und können nicht beliebig kurzfristig ergänzt werden.

Neben dem Blutspendezentrum in der Innenstadt können Sie alle verfügbaren Termine in Ihrer Umgebung tagesaktuell über unsere Termin- und Ortssuche finden:
www.blutspende.jetzt

Dort können Sie gezielt nach Postleitzahl filtern und sehen sofort, welche Termine kurzfristig verfügbar sind. Alternativ unterstützt Sie auch unsere kostenfreie Hotline (0800-1194911) bei der Suche nach einem passenden Termin.

Vielen Dank für Ihr Engagement und Ihre Unterstützung der Blutspende.

Mit freundlichen Grüßen
Stephan David Küpper
Leiter Kommunikation


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