
Nicht nüchtern Blut spenden
Niemals nüchtern zur Blutspende
Zugegeben, diese Forderung klingt vielleicht merkwürdig, denn natürlich soll man vor der Blutspende keinen Alkohol trinken. Am besten sogar 24 Stunden lang vorher nicht. Wenn aber der Hausarzt Sie „nüchtern“ morgens zur Blutabnahme bestellt, heißt das, dass Sie nichts gegessen haben sollten. Das ist bei der Blutspende völlig anders.
Was muss ich vor der Blutspende beachten?
Damit der Kreislauf stabil bleibt, legen wir großen Wert darauf, dass jemand, der Blut spendet, nicht mit leerem Magen kommt. Ganz wichtig ist es, vorher ausreichend zu trinken (Wasser, Säfte, Tee, aber keinen Alkohol) denn dann kann das Blut besser fließen. Zwei bis drei Gläser zusätzlich können es gerne sein. Vor der Blutspende sollte man auch etwas gegessen haben. Allerdings nicht zu fett und nicht zu schwer, da das den Kreislauf belastet und die Plasmaqualität beeinträchtigt.
Ein Hauptgrund für die Nicht-Zulassung zur Blutspende bleibt nach wie vor ein zu niedriger Hämoglobin-Wert. Da Eisen ein wichtiger Bestandteil des Hämoglobins ist, empfehlen wir eine vollwertige Ernährung mit vielen eisenhaltigen Nahrungsmitteln. Dass Fleisch ein wichtiger Eisenlieferant ist, wissen viele. Entscheidend ist aber auch die Kombination der Lebensmittel in einer Mahlzeit: Kaffee und kalziumreiche Lebensmittel hemmen die Eisenaufnahme, während Vitamin C-reiche Lebensmittel die Eisenaufnahme fördern. Auch Vegetarier nehmen ausreichend Eisen zu sich, wenn sie diese Wechselwirkungen beachten und Vollkornprodukte und frisches Gemüse auf den Speiseplan setzen.
Kommentare
Guten Tag,
ich wurde heute in der Rheingalerie in Ludwigshafen abgewiesen, weil ich um 12:45 Uhr erst einen Liter getrunken hatte. Mir wurde versichert, ich müsse vorher mindestens 1,7 Liter getrunken haben. Das mag vielleicht zutreffen, wenn ich am späten Nachmittag zur Spende komme. Aber vier Stunden nach dem Aufstehen? Bitte schulen Sie ihr Personal entsprechend, bevor diese spendenwillige ablehnen. Ich habe beim DRK und im ehemaligen Blutspendezentrum des Klinikums zusammen gerechnet über 100 Vollblut-, Plasma- und Thrombozytenspenden abnehmen lassen. Solch einen Unsinn habe ich noch nie erlebt.
Herzliche Grüße
Guido Helfert (Fachkrankenpfleger für onkologische Pflege und Palliative Care)
Hallo Herr Helfert,
vielen Dank, dass Sie sich mit Ihrer Rückmeldung an uns gewandt haben. Wir bedauern sehr, dass es bei Ihrem Besuch in der Rheingalerie in Ludwigshafen zu einer für Sie unbefriedigenden Situation gekommen ist. Ihre langjährige und außerordentlich hohe Spendenbereitschaft wissen wir sehr zu schätzen – dafür möchten wir Ihnen ausdrücklich danken.
Nach Rücksprache mit dem verantwortlichen Team vor Ort und dem diensthabenden Arzt hat sich die Situation wie folgt dargestellt: An diesem heißen Tag wurde aus medizinischer Vorsorge empfohlen, die Trinkmenge vor der Spende deutlich zu erhöhen. Der Arzt empfahl Ihnen daher, noch Flüssigkeit zu sich zu nehmen und nach einer kurzen Pause erneut vorstellig zu werden. Dieses Vorgehen dient ausschließlich Ihrer Sicherheit und soll Kreislaufreaktionen vorbeugen.
Wir bedauern sehr, dass dies bei Ihnen den Eindruck erweckt hat, man wolle Sie grundlos von der Spende ausschließen. Das war keineswegs die Absicht. Vielmehr stand dabei Ihr Wohlergehen im Mittelpunkt. Wir hoffen sehr, Sie bald wieder bei einer unserer Blutspenden begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Stephan David Küpper
Leiter Kommunikation
Ich hätte 0,7l trinken sollen und dann eine Stunde warten, das ist für mich keine kurze Pause. Der Arzt sollte schon bei der Wahrheit bleiben.
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