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Elke Feuerstein hat überlebt

Dank mehrerer Bluttransfusionen nach schwerem Fahrradunfall

Die Oelderin Elke Feuerstein (70), die selbst 54 Mal Blut spendete, hat die Folgen eines schweren Fahrradunfalls nur deshalb überlebt, weil sie im Laufe ihrer Behandlung sechs Blutkonserven erhielt.
Am 4. August 2019 war die sportliche Senior-Chefin eines Oelder Taxi-Unternehmens mit ihrem Elektrofahrrad unterwegs. Sie hatte ihre Enkeltochter Tabea abgeholt. Auf abschüssiger Fahrbahn wollte Elke Feuerstein ihre zu schnell fahrende Enkelin bremsen. Aber beim Überholmanöver stießen beide zusammen und stürzten. Die zehnjährige Tabea kam mit Schürfwunden davon. Doch Oma Elke überschlug sich, brach sich den rechten Unterarm, mehrere Rippen und zog sich eine große Platzwunde an der Stirn zu.
Schnell waren Rettungswagen und Notarzt vor Ort.
Elke Feuerstein war bewusstlos und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Uni-Klinikum Bergmannsheil in Bochum geflogen werden.
Anschließend folgte ein sechswöchiger Krankenhausaufenthalt im Marienhospital Oelde. Auf der Intensivstation bekämpften die Ärzte die schwere Gehirnerschütterung, eine Lungenentzündung, eine Blutvergiftung und Blutarmut. Drei Wochen war Elke Feuerstein im künstlichen Koma.
Im Laufe der Behandlung setzten die Ärzte sechs Bluttransfusionen ein, um sie wieder gesundheitlich zu stabilisieren.
Nach einer Erholungsphase auf der Normalstation schlossen sich mehrwöchige Reha-Maßnahmen in einer Fachklinik in Bad Wünnenberg an.

Heute steht die 70-Jährige wieder voll im Leben. „Ohne die tolle Behandlung im Oelder Krankenhaus und in der Reha-Klinik in Bad Wünnenberg wäre ich vielleicht nicht mehr hier und längst nicht so fit, wie ich mich wieder fühle“, sagt Elke Feuerstein. „Ganz toll geholfen haben mir auch mein Sohn Andreas, meine Tochter Sonja und meine vier Enkelkinder. Sie gaben mir die Kraft, alles gut zu überstehen.“
Sportlich, kämpferisch und lebensfroh ist die Seniorin aber von Hause aus immer gewesen. Als ehemalige Schwimmerin und Turnerin sitzt sie auch schon wieder auf dem Fahrrad.
„Die ärztliche Heilkunst, aber auch ihre positive Grundeinstellung und die wichtigen Bluttransfusionen haben Elke Feuerstein wieder zurück ins Leben geholt“, sagt Dr. Martin Nienhaus, Chefarzt für Anästhesiologie im Marienhospital Oelde bei einem Wiedersehen mit seiner Patientin. Gleichzeitig weist er darauf hin, wie wichtig Blutspenden sind. „Es sind die Krebspatienten, die am meisten auf Blutspenden angewiesen sind. Rund 20 Prozent der Blutspenden werden für sie benötigt. Dann folgen Herz-, Darm- und Magenerkrankte. Unfallverletzte machen einen kleineren Teil aus.“
Dr. Nienhaus betont, dass auch in Corona-Zeiten Blutspenden unverzichtbar bleiben: „Wenn Sie gesund und fit sind, können Sie Blut spenden. Auch in Zeiten der Grippewelle, grassierender Erkältungen und des Coronavirus, benötigen wir dringend Blutspenden, damit die Patienten weiterhin sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können.“

 


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