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Wichtig: Lichtbildausweis mitbringen!

Mit Inkrafttreten der neuen Hämotherapie-Richtlinien muss ein amtlicher Lichtbildausweis mitgeführt werden, um zur Blutspende zugelassen zu werden.

Lange haben sie sich angekündigt, nun sind sie endlich da: Die neuen „Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten“ treten in Kraft. Für unsere Blutspender ändert sich vor allem, dass sie künftig einen amtlichen Lichtbildausweis (z. B. Personalausweis, Reisepass, Führerschein) zur Spende mitbringen müssen.

Wozu wird der amtliche Lichtbildausweis gebraucht?

In den Richtlinien findet sich in Abschnitt 2.2.4 Auswahl des Spenders der entscheidende Absatz: Anlässlich jeder Spende bzw. jeder spendebezogenen Untersuchung ist die Identität des Spenders ohne die Gefahr einer Verwechslung festzustellen (gültiges amtliches Personaldokument mit Lichtbild). Name, Vorname, Geburtsdatum, Geschlecht und Adresse des Spenders sind zu erfassen. Alle Spenderdaten unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht und den Bestimmungen des Datenschutzes. Der amtliche Lichtbildausweis ist also deshalb erforderlich, damit der Arzt im Vorgespräch zweifelsfrei die Identität des Blutspenders feststellen kann schließlich handelt es sich um ein vertrauliches Arztgespräch, in dem sensible medizinische Informationen ausgetauscht werden. Auch zum Schutz der Spendeempfänger muss die Identität eines Blutspenders zu jeder Zeit zweifelsfrei nachvollziehbar sein.

Aber ging es früher nicht auch ohne?

Die Richtlinien zur Hämotherapie werden von der Deutschen Bundesärztekammer in Zusammenarbeit mit dem Paul-Ehrlich-Institut entwickelt. Sie stellen laut dem Transfusionsgesetz den allgemein anerkannten Stand der medizinischen Wissenschaft und Technik für die Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen dar. Die letzte Aktualisierung der Richtlinien erfolgte 2010; auch in Zukunft werden die Richtlinien angepasst werden, wenn neue Entwicklungen in der medizinischen Wissenschaft und Technik dies notwendig machen sollte. Für manche langjährigen Blutpender mag das schwer nachzuvollziehen sein, schließlich kennt man sich seit Jahren. Doch die Richtlinien sind für den DRK Blutspendedienst West und alle Blutspendedienste in Deutschland bindend und müssen umgesetzt werden.

Wir bedanken uns deshalb bei allen Blutspendern für ihr Verständnis!

Kommentare

Martina Spormann

03.05.2022, 08:27 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren! Am 2.5.22 wurde ich in 26723 Emden in der Cirksenaschule zur Blutspende abgewiesen. Ich hatte zwar meinen Personalausweis nicht dabei, dafür jedoch meinen Führerschein. Mir wurde gesagt, nur der Personalausweis wäre ausreichend. Bin dann unterrichteter Dinge wieder abgezogen. Kann mir das jemand erklären? MfG, M. Spormann

PS: Es wäre meine 41. Blutspende gewesen, hätte sie denn stattfinden "dürfen " 

Hallo Frau Spormann, 

Emden liegt nicht in unserem Zuständigkeitsbereich, dort ist der DRK-Blutspendedienst NSTOB zuständig. Dennoch ist es auch dort, wie bei allen anderen Blutspendediensten so, dass ein Führerschein als amtliches Lichtbilddokument hätte ausreichen müssen. Vielleicht schicken Sie uns eine kurze Mail unter presse@bsdwest.de und wir leiten Ihr Anliegen gerne an die zuständigen Kollegen in Niedersachsen weiter. 

 

Beste Grüße und Danke für Ihr Engagement

Maike Switer

03.05.2022, 20:40 Uhr

Moin! Am gestrigen Montag, den 02.05., wollte ich zusammen mit einer Freundin in der Cirksenaschule in 26723 Emden Blut spenden. Bei der Anmeldung wurde noch gelobt, dass ich wiederholt da bin und meine Freundin als Erstspenderin mitgebracht habe. Als sie jedoch auf Nachfrage nicht ihren Personalausweis vorlegen konnte (stattdessen jedoch ihren Führerschein), wurde sie abgewiesen. Die freundliche Mitarbeiterin brachte uns auf Nachfrage meinerseits, wieso der Führerschein als Dokument nicht ausreichend sei, zu zwei weiteren Kollegen. Diese waren recht unfreundlich und betonten, dass ohne einen Personalausweis keine Spende möglich sei, man „[hätte] schließlich Vorgaben“. Aufgrund der Tatsache, dass bekanntlich dringend Spenden benötigt werden, stößt diese Herangehensweise bei mir auf enormes Unverständnis und Enttäuschung, zumal sie einen amtlichen Lichtbildausweis vorlegen konnte.
Dem DRK ist gestern dadurch 1L Blut entgangen.

Hendrik Lohning

03.05.2022, 23:59 Uhr

Hallo! Ich wurde gestern ebenfalls in jener Schule abgewiesen, obwohl ich einen einen gültigen Reisepass (= amtl. Lichtbildausweis) dabei hatte. Der unfreundliche Mensch, der unfreundlich und von oben herab (sowie: starr, borniert, engstirnig) auf die "Vorgaben" verwies, war extrem unsympathisch und dort eindeutig fehl am Platz! 

Fazit: Niemals wieder für den Blutspendedienst "NSTOB"! 

PS: mit Blutgruppe 0 negativ besonders ärgerlich. 

-----> bitte entfernt diesen Menschen oder jene Abgliederung schnellstmöglich!

Claudia Müller

04.05.2022, 09:23 Uhr

Moin Frau Swieter, hallo Herr Lohning,

Sie sind ja hier auf der Homepage des DRK-Blutspendedienstes West. Wir können uns nur um die Herausforderungen rund ums Blutspenden in NRW, in Rheinland-Pfalz und im Saarland kümmern. Aber schicken Sie uns bitte eine kurze Mail an presse@bsdwest.de. Wir leiten Ihr Anliegen gerne an die zuständigen Kollegen in Niedersachsen weiter. 

Viele Grüße
Claudia Müller


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