Gesundheit & Prävention: Ernährung, Bewegung – und Blutspende
Immer wieder hört man: Blutspenden ist gesund und so wichtig für unseren Körper wie eine ausgewogene Ernährung und regelmäßiges Sporttreiben! Doch was ist dran an der Aussage?
Wie gesund ist Blutspenden?
Dass man mit einer Blutspende anderen das Leben retten kann, ist bekannt. Eine 2016 veröffentlichte Beobachtungsstudie der Berliner Charité mit 292 Blutspendern zeigt aber auch, dass Personen mit Hypertonie durch regelmäßige Blutspenden ihrer Gesundheit etwas Gutes tun können. Blutspenden können den Blutdruck signifikant und nachhaltig senken. Interessanterweise scheint der blutdrucksenkende Effekt nicht allein durch den Volumenverlust erklärbar zu sein und hält mehrere Wochen an. Frühere Studien an Patienten mit metabolischem Syndrom oder nach Nierentransplantationen zeigten ähnliche Ergebnisse. Der Blutdruck wird durch Blutspenden auf ein gesundes Niveau korrigiert: niedriger Blutdruck kann leicht steigen, hoher Blutdruck sinkt deutlich. Je höher der Ausgangsblutdruck, desto stärker die Senkung.
Darf man mit hohem Blutdruck überhaupt Blut spenden?
Ja, in den meisten Fällen kann man trotz Bluthochdruck Blut spenden. Voraussetzung ist, dass der Blutdruck gut eingestellt ist und keine anderen Herz- oder Gefäßerkrankungen vorliegen. Die Entscheidung über die Spendetauglichkeit trifft das ärztliche Fachpersonal vor Ort.
Gibt es weitere gesundheitliche Vorteile durch das Blutspenden?
Ja, denn mit jeder Blutspende ist auch ein Gesundheitscheck verbunden. Wir messen vor jeder Spende den Blutdruck und den Hb-Wert und untersuchen das gespendete Blut auf Krankheitserreger. Sollte ein Befund auffällig sein, informieren wir die betreffende Person und raten ihr, den Hausarzt aufzusuchen.
Wie beeinflussen Ernährung und Sport meine Blutspendetauglichkeit?
Grundsätzlich muss man gesund sein, um Blut zu spenden. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige sportliche Aktivitäten tragen natürlich dazu bei. Vor einer Spende ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig, denn ein Flüssigkeitsdefizit kann zu Kreislaufproblemen während und nach der Spende führen. Außerdem sollte man nicht mit leerem Magen Blut spenden, da auch dies Kreislaufprobleme nach sich ziehen kann. Damit sich die Eisenspeicher nach einer Blutspende wieder ausreichend füllen, ist eine ausgewogene Ernährung mit eisenreichen Lebensmitteln wichtig. Beachten sollte man, dass Kaffee, schwarzer Tee und Milchprodukte die Eisenaufnahme hemmen, weshalb diese Lebensmittel nicht zusammen mit eisenreichen Produkten (rotes Fleisch, Vollkorngetreide, grünes Gemüse) verzehrt werden sollen. Stattdessen ist es hilfreich, diese mit vitamin-C-reichen Lebensmitteln wie Organgensaft oder Obst zu kombinieren, denn Vitamin C fördert die Eisenaufnahme.
FAQ
Wie gesund ist Blutspenden für mich?
Es rettet Leben und reguliert deinen Blutdruck: Zu hoher Blutdruck sinkt deutlich und nachhaltig für mehrere Wochen; zu niedriger Blutdruck kann leicht steigen. Zudem profitierst du bei jeder Spende von einem kostenlosen Gesundheitscheck (Blutdruck, Hb-Wert und Labortest auf Erreger).
Darf ich trotz Bluthochdruck spenden?
Ja. Voraussetzung ist, dass dein Blutdruck gut eingestellt ist und keine weiteren Herz- oder Gefäßerkrankungen vorliegen. Die finale Entscheidung trifft das ärztliche Personal vor Ort.
Was muss ich bei Ernährung und Sport beachten?
- Vor der Spende: Iss ausreichend und trink viel, um Kreislaufprobleme zu vermeiden.
- Nach der Spende: Fülle deine Eisenspeicher mit eisenreichen Lebensmitteln (z. B. Fleisch, Vollkorn, grünes Gemüse) auf.
- Wichtig für deine Eisenaufnahme: Vitamin C (z. B. Orangensaft) fördert die Aufnahme; Kaffee, schwarzer Tee und Milchprodukte hemmen die Aufnahme – kombiniere sie daher lieber nicht direkt mit dem Essen.
Bild: Canva

