10.09.2026

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Darf ich Blut spenden, wenn ich Hashimoto habe?

Wenn du Hashimoto hast und uns fragst, ob du Blut spenden darfst, ist die Antwort ein klares „vielleicht“. 

Was ist Hashimoto?
Bei der sogenannten Hashimoto-Thyreoiditis ist die Schilddrüse chronisch entzündet. Das führt auf Dauer dazu, dass sie nicht mehr ausreichend Hormone produziert. Dadurch kann es zum Beispiel zu ständiger Müdigkeit, Konzentrationsproblemen, Haarausfall oder Hautveränderungen kommen.

Bei Hashimoto richtet sich das Immunsystem gegen Bestandteile der eigenen Schilddrüse. Dabei entsteht ein entzündlicher Prozess. Im Verlauf wird Schilddrüsengewebe zerstört und häufig entwickelt sich daraus eine Unterfunktion.

Hashimoto und Blutspende
Für die Blutspende ist entscheidend, wie aktiv die Erkrankung aktuell ist. Ein aktiver Entzündungsprozess schließt eine Blutspende aus. Bei korrekter Hormoneinstellung und gutem Allgemeinbefinden kann es möglich sein, Blut zu spenden. Solange der Körper allerdings noch nicht im Gleichgewicht ist und Symptome wie Müdigkeit und Gewichtsveränderungen (starke Zunahme oder deutlicher Gewichtsverlust) auftreten, ist eine Spende grundsätzlich nicht möglich.

Wenn Hashimoto zu einer Schilddrüsenunterfunktion führt, verschreibt der Arzt L-Thyroxin (Levothyroxin),  ein künstlich hergestelltes Schilddrüsenhormon, das dem körpereigenen Thyroxin (T4) entspricht. Es ersetzt also im Grunde das Hormon, das die Schilddrüse nicht mehr ausreichend produziert. Die Einnahme von L-Thyroxin allein ist nicht der Grund, warum man bei Hashimoto von der Blutspende ausgeschlossen wird. Bitte gib deine Medikamente unbedingt auf dem Anmeldebogen an.

Wenn du dich auf den Weg zur Blutspende machst, bring bitte – insbesondere bei der ersten Spende – einen aktuellen ärztlichen Befund mit, aus dem Diagnose, Behandlung und idealerweise der stabile Verlauf hervorgehen. Die endgültige Entscheidung, ob eine Blutspende möglich ist oder nicht, trifft immer die Ärztin oder der Arzt vor Ort beim Blutspendetermin.

Darf ich bei einer Schilddrüsenüberfunktion Blut spenden?
Bei der Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose) produziert die Schilddrüse zu viele Schilddrüsenhormone. Typische Anzeichen dafür können zum Beispiel Herzklopfen, vermehrtes Schwitzen oder Konzentrationsstörungen sein. 
Eine Schilddrüsenüberfunktion, die aktuell mit entsprechenden Medikamenten (Thyrostatika) behandelt wird, schließt eine Blutspende leider aus.

FAQ

Darf ich bei einer Schilddrüsenüberfunktion Blut spenden?
Nein, eine Schilddrüsenüberfunktion, die mit entsprechenden Medikamenten (Thyrostatika) behandelt wird, schließt eine Blutspende leider aus.

Darf ich bei einer Schilddrüsenunterfunktion Blut spenden?
Ja, wenn die Unterfunktion gut mit Medikamenten (z. B. L-Thyroxin) eingestellt ist und du ansonsten keine Herz- oder Kreislauferkrankungen hast, steht einer Blutspende in der Regel nichts im Wege. Wichtig: Gib deine Medikamente unbedingt auf dem Anmeldebogen an. 

Darf ich bei Autoimmunerkrankungen (Hashimoto, Morbus Basedow) Blut spenden?
Vielleicht - während aktive Entzündungsprozesse eine Spende ausschließen, kann es bei korrekter Hormoneinstellung und gutem Allgemeinbefinden möglich sein, Blut zu spenden. Solange der Körper noch nicht im Gleichgewicht ist und Symptome wie Müdigkeit und Gewichtsveränderungen auftreten, ist eine Spende aber grundsätzlich nicht möglich.

Bild: AdobeStock #138614187