08.09.2026

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Blutspenden nach einer Impfung: Wann ist das wieder möglich?

Eine Impfung schützt vor zahlreichen Infektionskrankheiten. Doch was gilt eigentlich für die Blutspende danach? Die gute Nachricht: Nach vielen Impfungen ist eine Blutspende schon kurze Zeit später wieder möglich. 
Entscheidend ist, welcher Impfstoff eingesetzt wurde und wie du dich nach der Impfung fühlst.

Grundsätzlich gilt: Wer Blut spenden möchte, sollte sich gesund und fit fühlen. Nach einer Impfung kann der Körper vorübergehend mit Reaktionen wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Schmerzen an der Einstichstelle oder Fieber reagieren. Treten solche Beschwerden auf, sollte mit der Blutspende gewartet werden.

Wie lange die Wartezeit nach einer Impfung beträgt, hängt vom verwendeten Impfstoff ab. Beim DRK-Blutspendedienst West liegt sie je nach Impfung zwischen einem Tag und vier Wochen. Bei einer Tollwut-Prophylaxe nach einem möglichen Kontakt mit dem Erreger kann sogar eine längere Rückstellfrist gelten.

Totimpfstoff oder Lebendimpfstoff?

Für die Blutspende ist vor allem die Art des Impfstoffs entscheidend.

Bei Impfungen mit Totimpfstoffen beziehungsweise nicht vermehrungsfähigen Impfstoffen ist eine Blutspende häufig bereits am Tag nach der Impfung möglich, vorausgesetzt, du fühlst dich gut und hast keine Beschwerden.

Dazu gehören beispielsweise Impfungen gegen:

  • Grippe
  • Tetanus
  • FSME
  • Hepatitis A
  • Corona (Covid)

Auch nach einer Grippeimpfung ist in der Regel keine längere Rückstellfrist erforderlich. Wer sich nach der Impfung gut fühlt, kann am Folgetag wieder Blut spenden.

Anders sieht es bei Lebendimpfstoffen aus. Hier werden abgeschwächte, noch vermehrungsfähige Erreger eingesetzt. Nach Impfungen beispielsweise gegen Masern, Mumps oder Röteln gilt deshalb in der Regel eine Rückstellfrist von vier Wochen.

Warum gibt es eine Wartezeit?

Eine Blutspende muss für die Empfängerinnen und Empfänger so sicher wie möglich sein. Bei Lebendimpfstoffen können abgeschwächte Erreger nach der Impfung vorübergehend im Körper vorhanden sein. Für gesunde Menschen stellt das normalerweise kein Problem dar. Blutpräparate werden jedoch auch für Menschen eingesetzt, deren Immunsystem besonders empfindlich oder geschwächt ist.

Die Rückstellfrist dient deshalb vor allem dem Schutz der Patientinnen und Patienten, die später ein Blutpräparat erhalten.

Was gilt bei Fieber oder anderen Beschwerden?

Unabhängig vom Impfstoff gilt: Wenn du dich nach einer Impfung krank fühlst, solltest du nicht zur Blutspende kommen.

Bei Fieber oder stärkeren Beschwerden gelten die entsprechenden Rückstellfristen für eine Erkrankung. Auch bei einer scheinbar harmlosen Erkältung sollte die Blutspende verschoben werden, bis die Beschwerden vollständig abgeklungen sind.

Kurz gesagt: Nicht nur auf die Impfung schauen, sondern auch darauf, wie du dich fühlst.

Beispiele: Wann kann ich wieder Blut spenden?

Grippe: In der Regel am Folgetag

Tetanus: in der Regel am Folgetag

FSME: In der Regel am Folgetag

Corona: In der Regel am Folgetag

Masern: nach vier Wochen

Mumps: nach vier Wochen

Röteln: nach vier Wochen

Tollwut-Prophylaxe nach möglichem Kontakt mit dem Erreger: bis zu zwölf Monate

Die genaue Rückstellfrist kann vom konkreten Impfstoff und dem Grund der Impfung abhängen. Im Zweifel sollte die Spendefähigkeit vorab geklärt werden.

Noch unsicher?

Du bist dir nicht sicher, ob du nach einer bestimmten Impfung schon wieder Blut spenden darfst? Dann kläre die Frage am besten vor deinem nächsten Termin.

Der DRK-Blutspendedienst West bietet hierfür einen kostenlosen Online-Spende-Check sowie die Spender-Hotline unter 0800 11 949 11 an.

Denn klar ist: Jede Blutspende zählt.

Online Spendecheck

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