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Was entsteht aus einer Blutspende?

In der modernen Medizin wird das Blut aus einer Blutspende nicht mehr in seinem natürlichen Zustand verabreicht, sondern zuvor in die wesentlichen Bestandteile aufgeteilt. Der Patient bekommt immer nur den Teil des Blutes, den er für seine Genesung auch benötigt.

Aus jeder Vollblutspende entstehen zwei oder drei verschiedene Präparate aus roten Blutkörperchen (Erythrozyten), Blutplättchen (Thrombozyten) sowie Blutplasma. Die weißen Blutkörperchen (Leukozyten) werden aus allen Blutpräparaten entfernt, da sie eine Reihe von unerwünschten Nebenwirkungen bei der Bluttransfusion auslösen könnten.

Erythrozytenkonzentrate

Erythrozytenkonzentrate

Erythrozytenkonzentrate sind Konzentrate aus roten Blutkörperchen, die den Sauerstofftransport im Blut übernehmen. Sie werden z. B. bei plötzlichem Blutverlust nach einem Unfall, im Rahmen von Operationen oder bei Blutarmut (Anämie) eingesetzt.

Thrombozytenkonzentrate

Thrombozytenkonzentrate

Thrombozyten (Blutplättchen) spielen eine wichtige Rolle bei der Blutstillung, indem sie Verletzungen in Blutgefäßen erkennen und verkleben. Bei einem erheblichen Mangel an Blutplättchen besteht eine hohe Blutungsgefahr. Dieses Präparat kommt bei einem Thrombozytenmangel zum Einsatz, z.B. bei großem Blutverlust und häufig bei Krebskranken während einer Chemotherapie. 

Plasmapräparate

Plasmapräparate

Blutplasma enthält Stoffe, die für die Gerinnung des Blutes wichtig sind und Abwehrstoffe gegen Infektionen. Ein Mensch braucht Blutplasma, wenn er plötzlich viel Blut verloren hat oder an starken Verbrennungen oder einer Vergiftung leidet. Ein Einsatzgebiet von Medikamenten, die aus Plasma hergestellt werden liegt bei Patienten mit geschwächter Immunabwehr. Mit Hilfe der Immunglobuline im Plasma kann der Körper Infektionen abwehren. Aber auch bei Menschen mit Blutgerinnungsstörungen, z. B. bei der Bluterkrankheit oder auch bei Leberfunktionsstörungen werden Präparate auf Basis von Blutplasma benötigt.

Kommentare

Ralf Mengeler

12.10.2020, 10:52 Uhr

Danke für die Information, es ist gut zu wissen das man anderen damit helfen kann..

ich habe noch eine Frage:

wird das Blut auch auf Krebszellen untersucht?

lg Ralf Mengeler 

Johannes Köhler

06.11.2020, 00:35 Uhr

Da es dort nicht steht denke ich nicht. Es gibts ja auch unzählige verschiedene Krebsarten und es wäre zu aufwändig sowie unrelevant für den Blutspendedienst.

Petra Rechner

29.05.2021, 18:42 Uhr

Vielen Dank für die Informationen, das ist echt interessant! :-)

Blum-Dartsch, …

10.11.2021, 13:47 Uhr

Terminwunsch zur Thrombozythenspende

Andreas Höller

29.05.2022, 12:36 Uhr

Wie werden Medikamente aus dem gespendeten Blut entfernt?

Mechthild Korr…

03.08.2022, 08:54 Uhr

Aufgrund starken Hautkuckreizes nehme ich zur Zeit das Antihistaminikum Ebastel.

Kann ich trotzdem mein Blut spenden?

Claudia Müller

03.08.2022, 13:00 Uhr

Hallo Frau Korrhaus-Lewandowski,

eine Blutspende unter Einnahme eines Antiallergikums ist prinzipiell machbar, das Medikament muss aber auf dem Spendefragebogen und im ärztlichen Gespräch angegeben werden.
Während einer akuten Juckreiz-Phase ist eine Blutspende nicht möglich. Zum Zeitpunkt der Blutspende dürfen keine allergischen Symptome vorliegen, die das Allgemeinbefinden des Blutspenders einschränken.

Ich hoffe, diese Information hilft Ihnen weiter.

Viele Grüße und alles Gute!
Claudia Müller
DRK-Blutspendedienst West

Hallo.

Werden mit dem Blut aus einer Blutspenden auch Medikamente hergestellt?

Hallo Susanne, 

Medikamente gibt es nicht nur in Form von Tabletten, Salben oder Zäpfchen. Die oben beschriebenen Präparate (Erythrozytenkonzentrat, Thrombozytenkonzentrat, Plasma) sind hochwirksame Medikamente! Die Herstellung dieser Präparate fällt unter das Arzneimittelgesetz.

Viele Grüße
Claudia Müller
DRK-Blutspendedienst West


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