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Flexibel arbeiten

Honorararzt (m/w/d) beim DRK-Blutspendedienst West

„Ich war froh, ab und zu mal rauszukommen“, sagt Birgit Walter-Bartels und strahlt. Als das jüngste ihrer vier Kinder acht Jahre alt und sie seit zehn Jahren nicht mehr berufstätig war, hatte die Ärztin große Lust, auch über Kindererziehung und Haushalt hinaus aktiv zu sein. Nach einem eher zufälligen Gespräch mit einer Bekannten, die beim DRK-Blutspendedienst West als Honorarärztin arbeitete, hat sie sich dort spontan beworben.

Das ist jetzt zehn Jahre her, nach wie vor arbeitet sie gerne als Ärztin für den Blutspendedienst. Jetzt sucht der DRK-Blutspendedienst West wieder dringend Ärzte, die auf Honorarbasis bei der Blutspende arbeiten. Gerade für Eltern kleiner Kinder bietet sich die Tätigkeit an, da sie sehr flexibel ausgeübt werden kann. Blutspendetermine beginnen meist nachmittags und gehen bis in den Abend. Birgit Walter-Bartels: „Ich hatte immer den Vormittag zu Hause, Mittagessen mit den Kindern, Küche aufräumen und dann gings los.“

Arzt im Gespräch mit Blutspender

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Welche Arbeitszeiten hat ein Honorararzt beim DRK-Blutspendedienst?

In der Regel fährt der Honorararzt selbst direkt zum Blutspendetermin. Alleine in NRW finden täglich über 30 Blutspendetermine statt. Einsätze im 50 km-Umkreis um den eigenen Wohnort bieten sich an und lassen sich leicht finden. Birgit Walter-Bartels wohnt in Lüdinghausen und war zum Beispiel bei Blutspendeterminen von Ahlen bis Gelsenkirchen tätig. Dabei kann der Honorararzt frei aussuchen, wie oft er in der Woche arbeiten möchte. Der DRK-Blutspendedienst plant den Personaleinsatz sechs Wochen im Voraus und kann fast immer die Wünsche der Ärzte berücksichtigen. Birgit Walter-Bartels: „In den Schulferien habe ich nie gearbeitet.“ Martina Volmerig, leitende Entnahmeärztin: „Die Tätigkeit ermöglicht viele Freiheiten. Wir haben auch Kollegen, die sich ein paar Monate Auszeit genehmigen, dann wieder ein halbes Jahr lang sehr regelmäßig arbeiten wollen. Da sind wir sehr flexibel.“

Wie sieht der Arbeitstag eines Honorararztes beim DRK-Blutspendedienst aus?

Er fährt in der Regel am frühen Nachmittag zum Blutspendetermin, der oft in Schulen, DRK-Heimen oder Gemeindehäusern stattfindet. Dort trifft er das hauptamtliche Team des DRK-Blutspendedienstes, das sich unter anderem um den Aufbau der Blutspenderliegen und die eigentliche Blutentnahme kümmert. Er trifft auch die ehrenamtlichen Helfer des DRK-Ortsvereins, die zum Beispiel den Imbiss nach der Blutspende zubereiten. Birgit Walter-Bartels: „Man sollte schon Teamplayer sein und Spaß am Umgang mit Menschen haben. Jeder Termin ist ein wenig anders, das macht die Arbeit sehr abwechslungsreich. Im Lauf der Zeit lernt man viele Kollegen und viele ehrenamtliche Helfer kennen. Dann fühlt man sich wie in einer großen Familie.“ Der Arzt macht sich mit den Räumlichkeiten vertraut und richtet seinen Arbeitsplatz (mit Laptop und Blutdruckmessgerät) ein. Der potentielle Blutspender, der in den Arztraum kommt, hat bereits einen Fragebogen mit den entscheidenden Fragen zur Blutspendefähigkeit ausgefüllt. Der Arzt geht mit ihm den Fragebogen durch, misst Puls und Blutdruck und klärt in einem kurzen Gespräch, ob der Blutspendewillige an diesem Tag Blut spenden darf. Gründe für eine Rückstellung können zum Beispiel ein frisches Tattoo oder eine eben beendete Reise in ein Malariagebiet sein. Die Zulassung zur Blutspende liegt in der Verantwortung des Arztes. Martina Volmerig: „ Wir haben ausführliche Checklisten und schulen alle Honorarärzte regelmäßig.“  Bei langjährigen Blutspendern dauert das Arztgespräch meist nicht lange, bei Erstspendern kann es schon mal ausführlicher sein. Birgt Walter-Bartels: „Man merkt, wenn persönliche Zuwendung sinnvoll ist. Erstspender haben oft ein wenig Angst, da ist es gut, für etwas psychische Entspannung zu sorgen.“

Der Blutspendetermin läuft in der Regel über etwa vier Stunden. Ein Blutspender nach dem nächsten kommt in den Arztraum und wird zur Blutspende zugelassen oder zurückgestellt. Dieser Ablauf funktioniert in der Regel ohne Störungen. Bei seltenen Zwischenfällen wie einem Kreislaufkollaps muss der Arzt natürlich möglichst schnell zur Stelle sein.

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um als Honorararzt beim DRK-Blutspendedienst West zu arbeiten?

Martina Volmerig bringt es auf den Punkt: „Man braucht eine deutsche Approbation, gute deutsche Sprachkenntnisse und muss darauf eingestellt sein, mit kollabierten Personen umgehen zu können.“ Die Punktion der Armvene ist nicht die Aufgabe des Arztes. Wer als Honorararzt arbeiten möchte, sollte sich auf eine Einarbeitungszeit von ein bis zwei Monaten einstellen. In dieser Zeit begleitet er während der ersten fünf Termine einen anderen Arzt. Danach werden die Einsätze nach Absprache eingeteilt.

Wäre das etwas für Sie?

Der DRK-Blutspendedienst West freut sich auf Bewerbungen. Weitere Infos bei Martina Volmerig (0251-709167, m.volmerig@bsdwest.de) und bei Birgit Walter-Bartels (0251-709122, b.walter-bartels@bsdwest.de).

Kommentare

Philip Linepe

03.01.2020, 09:24 Uhr

Guten Tag,

in diesem Artikel fällt so oft das Wort „Honrar“-Arzt.

Wie hoch ist dieses Honorar?
Werden Fahrtkosten ebenfalls honoriert?

Freundliche Grüße

Philip Linepe

Hallo Herr Linepe,
vielen Dank für Ihr Interesse. Frau Volmerig, leitende Entnahmeärztin im ZTM Münster, wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen.


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