Untersuchungsergebnisse und deren Bedeutung für die Blutspender
Häufig wird die Untersuchung von Blutproben eines Blutspenders mit einem ärztlichen Gesundheitscheck verglichen. Diese Interpretation der Laboruntersuchungen der Blutspenden ist so nicht zutreffend.
Die Untersuchung von Blutproben eines Blutspenders hat folgende Ziele:
1 Für die späteren Empfänger des gespendeten Blutes muss sichergestellt werden, dass mit den zur Verfügung stehenden Testmethoden und –verfahren die höchstmögliche Sicherheit erreicht wird.
2 Für die Spender des Blutes muss sichergestellt werden, dass er/sie mit keiner durch Blut übertragbaren Krankheit infiziert ist und bezüglich dieses Punktes weiterhin als Blutspender/in zur Verfügung stehen kann.
3 Sofern bei einer spendenden Person ein auffälliger Laborbefund festgestellt worden ist, dient dies vielfach der Früherkennung
einer Infektionskrankheit. Meist sind die Heilungschancen bei einer frühzeitigen Erkennung deutlich besser als bei einer späteren Entdeckung der Infektion.

Die Blutuntersuchung beim Hausarzt anlässlich einer Vorsorgeuntersuchung erfordert oft eine Blutentnahme morgens ohne vorherige Nahrungs- und Getränkeaufnahme. Die Blutentnahme beim DRK-Blutspendedienst West muss im Zusammenhang mit einer Vollblutspende nach zuvor normalem Essen und Trinken erfolgen, da der Blutspender sonst die Entnahme von ca. 500 ml Blut schlechter vertragen könnte.
Der DRK-Blutspendedienst West untersucht die Blutproben der Spender/innen in erster Linie im Hinblick auf bestimmte Blutgruppenmerkmale und die Vermeidung der Übertragung infektiöser Krankheiten durch Blut. Die durch den Hausarzt routinemäßig in der Vorsorgeuntersuchung getesteten Laborwerte und Risikofaktoren, z.B. für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sind nicht relevant für die Sicherheit von Blutprodukten bezüglich übertragbarer Infektionen.
Daher möchten wir mit einer Fehlinterpretation der Blutspendeuntersuchungen aufräumen, die in Spenderkreisen nach wie vor weit verbreitet ist:
Die Untersuchung der Blutspenden ersetzt nicht den regelmäßigen hausärztlichen Gesundheitscheck! Sie kann diesen nur ergänzen. Nutzen Sie also die Vorsorgeangebote Ihrer Krankenkasse und kontaktieren Sie Ihren Hausarzt.



