FAQ zum Blutspendedienst

In unserem FAQ finden Sie Antworten auf die häufigsten Fragen zum Blutspendedienst, dem Thema Gemeinnützigkeit und weiteren Themen. Sie können nach einem Schlagwort suchen oder sich durch die Liste klicken.

Für weitere Fragen können Sie auch Kontakt mit uns aufnehmen.

Stephan David Küpper

Stephan David Küpper

Zentrum für Transfusionsmedizin Ratingen-Breitscheid

Leiter Unternehmenskommunikation, Pressesprecher

Themenbereich

Fragen / Antworten

Ihre freiwillige und unentgeltliche Blutspende beim Roten Kreuz sichert die Versorgung der Patienten in Deutschland, die auf Transfusionen von Blutpräparaten angewiesen sind.

Jeden Tag werden in ganz Deutschland bis zu 15.000 Blutspenden benötigt. Für unser Versorgungsgebiet, die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Saarland müssen wir täglich rund 3.000 Blutspenden entnehmen, um alle Patienten gut versorgen zu können.

Ihre freiwillige und unentgeltliche Blutspende beim Roten Kreuz sichert die Versorgung der Patienten in Deutschland, die auf Transfusionen von Blutpräparaten angewiesen sind. Jede Blutspende wird in drei wichtige Präparate aufgeteilt (Rote Blutkörperchen, Blutplättchen und Plasma) und hilft so bedarfsgerecht schwerstkranken Patienten.

Sie können in unseren Blutspendezentrenund bei vielen Blutspendeterminen vor Ort Blut spenden.

Auf www.spenderservice.net finden Sie schnell den passenden Blutspendetermin in Ihrer Nähe.

Zur Terminsuche

Bitte beachten Sie, dass Sie vor der Blutspende ausreichend essen und trinken (natürlich keinen Alkohol). Gehen Sie nur zur Blutspende, wenn Sie sich körperlich fit und gesund fühlen. Auf Sport sollten Sie unmittelbar vor und direkt nach der Spende verzichten.

Bitte bringen Sie zu jeder Blutspende unbedingt ein amtliches Dokument mit Lichtbild mit (zum Beispiel Personalausweis oder Führerschein). Ohne amtlichen Lichtbildausweis dürfen wir Sie nicht zur Blutspende zulassen! Der Blutspendeausweis kann das amtliche Lichtbilddokument leider nicht ersetzen. Bei gesundheitlichen Problemen müssen Sie ärztliche Befunde nicht zwingend notwendig mitbringen, aber Sie sollten offen und ehrlich mit unserem Arzt sprechen. Bei bestimmten Krankheiten und Medikamenteneinnahmen kann uns ein ärztlicher Befund helfen, Ihren individuellen Gesundheitszustand besser beurteilen zu können.

Bei einer Blutspende entnehmen wir 500ml Blut. Dies ist ein Verlust, den ein gesunder Erwachsener, der mindestens 50 Kilo wiegt, gut verträgt. Die reine Blutspendezeit beträgt zwischen fünf und zehn Minuten. Planen Sie für Ihre Blutspende etwa eine Stunde ein. Vor der eigentlichen Blutentnahme füllen Sie einen Fragebogen aus und sprechen mit unserem Arzt. Nach der Blutentnahme genießen Sie eine  rund zehnminütige Ruhezeit. Dann laden wir Sie herzlich zu einem kleinen Imbiss ein.

Weiter Infos zum Spendenablauf

Infektionskrankheiten wie AIDS oder Hepatitis werden vor allem durch Sexualkontakte übertragen und auch Blutspender können sich auf diesem Wege angesteckt haben. Natürlich werden alle Blutkonserven getestet, eine sehr frische Infektion kann aber in manchen Fällen noch nicht nachgewiesen werden. Dieser Zeitraum heißt diagnostisches Fenster- in diesem Zeitraum sind wir auf die Ehrlichkeit der Blutspender angewiesen. Selbstverständlich behandeln wir diese Angaben streng vertraulich!

Zusätzlich zum Fragebogen müssen Sie mit dem „Vertraulichen Selbstausschluss“ (VSA) angeben, ob Ihre Blutspende unbedenklich weitergegeben werden kann. Wenn Sie sich unsicher sind, weil Sie ein Infektionsrisiko doch nicht ausschließen können, geben Sie das bitte mit dem VSA an. Ihre Blutspende wird dann vernichtet. Wir führen jedoch alle Laboruntersuchungen durch und informieren Sie, wenn es Auffälligkeiten gibt.

Die Blutspende beim Roten Kreuz erfolgt unter strengsten hygienisch- medizinischen Vorgaben. Wir verwenden bei jeder Blutentnahme steriles Einwegmaterial. Die Infektion mit einer Erkrankung während der Blutspende ist somit ausgeschlossen!

Blutspenden kann man ab 18 Jahren. Blut spenden kann, wer gesund ist, mindestens 50 Kilo wiegt und von unserem Arzt zur Blutspende zugelassen wird.

Jetzt prüfen, ob Sie aktuell spenden dürfen

Natürlich informieren wir Sie bei auffälligen Untersuchungsbefunden; eventuell bitten wir Sie, sich mit Ihrem Hausarzt in Verbindung zu setzen. In seltenen Fällen fordern wir zur vollständigen Untersuchung eine weitere Blutprobe an.

In bestimmten Ländern gibt es ein erhöhtes Risiko ansteckender Infektionskrankheiten wie Malaria und Hepatitis. In manchen Fällen verläuft die Infektion zunächst ohne Symptome. Deshalb schließen wir Blutspender, die zum Beispiel Malariagebiete bereist haben, zunächst bis zu sechs Monate von einer Blutspende aus.
Einzelne Länder oder Regionen können auch kurzfristig zu Risikogebieten erklärt werden.

Wenn Sie vor Ihrer Blutspende klären möchten, ob Sie Blut spenden dürfen, kontaktieren Sie bitte unsere kostenlose Spender-Hotline unter 0800 11 949 11.

Da jeder körperliche Eingriff mit einem Infektionsrisiko verbunden ist, stellen wir mit bestimmten Rückstellungsfristen eine sichere Übertragung der Blutspenden sicher. Deshalb dürfen Sie mit einer frischen Tätowierung, nach einem Piercing oder Ohrlochstechen erst nach vier Monaten wieder Blut spenden.

Während einer Schwangerschaft ist das Blutspenden ausgeschlossen. Nach der Entbindung dürfen Sie nach sechs Monaten wieder Blut spenden. Wenn Sie stillen, dürfen Sie erst wieder Blut spenden, wenn Sie abgestillt haben.

Typ-I-Diabetiker dürfen aufgrund der Insulingabe nicht Blut spenden. Typ-II-Diabetiker können unter bestimmten Voraussetzungen zur Blutspende zugelassen werden. Bitte besprechen Sie dies mit unseren Ärzten vor Ort.

Je nach Größe des Eingriffs beträgt die Wartezeit zur nächsten Blutspende zwischen einer Woche und bis zu vier Monaten. Wenn Sie vorab klären möchten, ob Sie Blut spenden dürfen, kontaktieren Sie bitte unsere kostenlose Spender-Hotline unter 0800 11 949 11

Es kommt ganz darauf an, welche Medikamente Sie aus welchen Gründen und in welcher Dosierung nehmen. Wenn Sie vorab klären möchten, ob Sie Blut spenden dürfen, kontaktieren Sie bitte unsere kostenlose Spender-Hotline unter 0800 11 949 11.

Wenn bei der Akupunktur die üblichen Einmal-Nadeln gesetzt wurden, dürfen Sie sofort wieder Blut spenden. Sollte der Akupunkteur Mehrfach-Nadeln verwenden, müssen Sie vier Monate Blutspendepause einlegen. Bei Verweil-Nadeln, die länger im Körper bleiben, können Sie eine Woche nach Entfernung der Nadeln wieder Blut spenden.

In der Regel nein. Es sind aber Ausnahmefälle vorstellbar (zum Beispiel Krankschreibung wegen eines Tennisellenbogens), bei denen eine Blutspende prinzipiell möglich wäre. Wenn Sie vorab klären möchten, ob Sie Blut spenden dürfen, kontaktieren Sie bitte unsere kostenlose Spender-Hotline unter 0800 11 949 11.

Nein. Nach einer Grippe müssen sie vier Wochen lang ohne Krankheitssymptome gewesen sein, bis Sie wieder Blut spenden dürfen. Sollten Sie Antibiotika genommen haben, müssen Sie nach Beendigung der Antibiotika-Einnahme vier Wochen bis zur nächsten Blutspende warten. Nach einer Erkältung dürfen Sie Blut spenden, wenn Sie eine Woche lang keine Symptome mehr gehabt haben.

Zwischen einem Tag (zum Beispiel nach Grippe-, Tetanus- oder FSME-Impfung) und vier Wochen (zum Beispiel nach Mumps-, Masern- oder Röteln-Impfung); es kommt auf die eingesetzten Impfstoffe an. Wenn Sie sich einer Tollwut-Prophylaxe nach einem Biss unterziehen müssen, dürfen Sie ein Jahr lang nicht Blut spenden. Wenn Sie vorab klären möchten, ob Sie Blut spenden dürfen, kontaktieren Sie bitte unsere kostenlose Spender-Hotline unter 0800 11 949 11.

Nach einer professionellen Zahnreinigung, einer Kontrolluntersuchung beim Zahnarzt oder dem Setzen einer einfachen Füllung dürfen Sie am Folgetag wieder Blut spenden. Nach einem Implantat oder einer Wurzelbehandlung beträgt die Wartezeit bis zur nächsten Blutspende vier Wochen.

Wenn Sie die Hyposensibilisierung mit Tabletten durchführen, dürfen Sie Blut spenden, solange keine allergischen Symptome auftreten. Bei einer Hyposensibilisierung mit Spritzen müssen Sie mit der Blutspende bis einen Tag nach dem Setzen der letzten Spritze warten.

Ja, solange keine allergischen Symptome auftreten.

Einen leichten Eisenmangel kann man mit dem regelmäßigen Verzehr bestimmter Lebensmittel ausgleichen. Neben tierischen Produkten wie Leber und Niere, Fleischprodukten und Geflügel gibt es auch viele vegetarische/vegane Möglichkeiten, seinen Eisenhaushalt auszugleichen. Dazu zählen Nüsse, Hülsenfrüchte wie Soja oder Linsen, aber auch Haferflocken, Spinat und Kohlgemüse (Rosenkohl, Mangold, Grünkohl).

Lesen Sie auch unsere Ernährungstipps für Blutspender

Seit dem 01. Januar 2021 werden keine neuen Spenderausweise im Scheckkartenformat ausgestellt. Ein Blutspendeausweis ist für die Anmeldung zur Blutspende damit nicht mehr zwingend erforderlich. Bereits ausgestellte Blutspendeausweise behalten ihre Gültigkeit und können weiter genutzt werden. Verlorene oder beschädigte Ausweise werden nicht mehr ersetzt. Neue Blutspender erhalten nach ihrer ersten Spende ein Anschreiben mit ihrer Spendernummer, mit der sie sich im Digitalen Spenderservice und in der Blutspende-App registrieren können. Um die Anmeldung beim Blutspendetermin zu beschleunigen, bitten wir alle Blutspender den Digitalen Spenderausweis in der Blutspende-App zu nutzen.

Ihre Blutgruppe ist in Ihrem digitalen Blutspendeausweis notiert.

Nach jeder Blutspende wird Ihr Blut genauestens untersucht.
Im Zentrallabor führen wir folgende Untersuchungen durch:

  • Die Untersuchung der Blutgruppenmerkmale und der zugehörigen Blutgruppenantikörper.
  • Die Untersuchung der Infektionsmarker: Dazu gehören ein Oberflächenmarker (Antigen) des Hepatitis-B-Virus und Abwehrstoffe (Antikörper) gegen Hepatitis-B, Hepatitis-C, HIV 1/2 und Syphilis, bei Spezialpräparaten auch gegen Cytomegalie-Viren (einen Erreger aus der Familie der Herpesviren) als Hinweis auf eine bestehende oder durchgemachte Infektion.
  • Die PCR-Untersuchung (Virusdirektnachweis) für Hepatitis-A, Hepatitis-B, Hepatitis-E, HIV 1 und HIV 2 sowie Parvovirus B 19 (Erreger der Ringelröteln).
  • Teilweise klinisch-chemische Untersuchungen, z. B. die Eiweißbestimmung für Spezialpräparate und die Untersuchung von allgemeinen Abwehrstoffen.
Mehr Informationen

Jede Blutspende im Zentrallabor des DRK-Blutspendedienstes West auf HIV und andere Erreger getestet. Aber auch die Blutgruppe und der Rhesusfaktor werden bestimmt.

Das gespendete Blut wird in seine verschiedenen Komponenten

  • die roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • die Blutplättchen (Thrombozyten)
  • die Blutflüssigkeit (Plasma)

aufgetrennt und zu Blutpräparaten weiterverarbeitet.

Die Blutpräparate werden nach Bedarf und Anforderungen an die Patienten in den Krankenhäusern geliefert, damit sie bei Operationen und regelmäßigen Transfusionen zur Verfügung stehen.

Nach der Blutspende dauert es nur wenige Tage, bis sich die weißen Blutkörperchen, das Plasma und die Blutplättchen wieder neu gebildet haben. Die roten Blutkörperchen brauchen länger. Es kann bis zu zwei Monate dauern, bis sich alle Erythrozyten neu gebildet haben. In der Regel merken Sie davon aber nichts. Deshalb prüfen wir auch bei jeder Blutspende, wann das letzte Mal Blut gespendet wurde. Der Mindestabstand von 56 Tagen zwischen zwei Blutspenden gewährleistet die gute Verträglichkeit.

Männer dürfen sechsmal pro Jahr Blut spenden. Frauen dürfen viermal pro Jahr Blut spenden. Der Abstand zwischen zwei Blutspenden muss mindestens 56 Tage betragen.

Wenn Sie sich auf www.spenderservice.net registrieren, sehen Sie auf einen Blick, wann Sie wieder Blut spenden dürfen

Zum Spenderservice

Neben der Vollblutspende gibt es weitere Spendemöglichkeiten, wie die Plasmaspende oder die Thrombozytenspende.

Weitere Informationen zu den Spendearten

Im Rahmen einer Blutspende können Sie sich, als gesunder Erwachsender im Alter zwischen 18 und 40 Jahren, für die Stammzellspenderdatei der WSZE (Westdeutsche Spenderzentrale) registrieren lassen. Detaillierte Hinweise zur Aufnahme in die Knochenmarkspender-Datei finden Sie über die Homepage der Westdeutschen Spenderzentrale.

Eine Blutspende kann den Blutdruck senken, so lautet das Fazit einer klinischen Studie der Charité Berlin. In dieser Studie begleitete das Team um den leitenden Arzt, Prof. Dr. Abdulgabar Salama, fast 300 Studienteilnehmer über ein Jahr bei ihren ersten Blutspenden. Die Hälfte der Teilnehmer litt vorher an hohem Blutdruck, während die andere Hälfte keine Probleme mit diesem hatte. Teilnehmer mit zuvor hohem Blutdruck erzielten bereits nach der ersten Blutspende einen blutdrucksenkenden Effekt.

Wir prüfen vor und nach jeder Blutspende Ihren aktuellen Gesundheitszustand und testen das Blut im Labor auf wichtige Infektionskrankheiten.
Jede Blutspende ist also auch ein kleiner Gesundheits-Check.

Und für die Stimmung und das Selbstwertgefühl ist es erwiesenermaßen gut, Gutes zu tun!

Nein, die DRK-Blutspendedienste sind gemeinnützige Organisationen und unterliegen somit strengen Richtlinien. Unsere Arbeit erfolgt nach dem Prinzip der Kostendeckung. Wir erhalten weder Spendengelder, noch staatliche Zuschüsse. Unsere Arbeit finanzieren wir mit der Weitergabe des Blutes.

Mehr dazu

Wenn Sie Blut spenden, sollten Sie es tun, weil Sie anderen helfen wollen. Nicht weil Sie Geld brauchen. Grundlage der Arbeit der DRK-Blutspendedienste weltweit ist der Ethische Kodex. Dieser Kodex wird mitgetragen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dem Europarat und der Internationalen Gesellschaft für Bluttransfusion (ISBT). Er fordert, dass die Blutspende unter allen Umständen freiwillig und unentgeltlich sein soll. So formuliert es ebenfalls das deutsche Transfusionsgesetz.

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