Blutgruppenbestimmung
Grundvoraussetzung für eine verträgliche Übertragung von roten Blutkörperchen (Erythrozyten) ist die zum Patienten passende Blutgruppe einschließlich Rhesusfaktor und ggf. weiterer Blutgruppenmerkmale.
Dazu muss bei jeder Blutspende erneut die Blutgruppe im AB0-System und der Rhesus-Faktor bestimmt werden. Auch wenn sich diese Daten im Leben eines Menschen nicht verändern, garantiert die regelmäßige Neubestimmung und der anschließende Abgleich mit den gespeicherten Daten des regelmäßigen Dauerspenders zusammen mit anderen Maßnahmen den Ausschluss von Verwechslungen und Fehlern.

Bei Erstspendern liegen noch keine Daten zur Blutgruppe für einen Vergleich vor. Deshalb wird die Bestimmung der AB0-Blutgruppe, der Rhesus-Formel und des Merkmals Kell bei Erstspendern aus zwei Blutproben unabhängig voneinander durchgeführt.
Die entsprechenden Untersuchungen erfolgen mit vollautomatischen Analysegeräten, die pro Stunde bis zu 400 Blutgruppen bestimmen können.

In regelmäßigen Abständen müssen alle Spender auf das Vorhandensein bestimmter Abwehrstoffe gegen fremde Blutgruppenmerkmale, sogenannte irreguläre Blutgruppenantikörper, untersucht werden. Diese können sich im Laufe des Lebens bilden, z. B. nach empfangenen Blutübertragungen (Transfusionen), bei Frauen als Folge einer Schwangerschaft durch Kontakt mit kindlichem Blut, das für die Mutter fremde Blutgruppenmerkmale des Vaters trägt, Nahrungsmitteln oder aus bis heute unbekannten Gründen.
Die Kenntnis vorhandener Antikörper kann auch für die Spender bei späteren Transfusionen wichtig sein, da schneller verträgliche Blutpräparate für Sie zur Verfügung gestellt werden können.



