Sicherheit & Verträglichkeit
Über die vorgeschriebenen Prüfungen
hinaus wird beim DRK-Blutspendedienst
West jede Blutspende
auf virale Genomäquivalente für
Hepatitis A, Hepatitis B und Parvovirus
B19 zusätzlich getestet. Vor der
Weiterverarbeitung unterliegen die
gewonnenen Plasmen der obligatorischen
Quarantänelagerung, d.h. es
werden nur Plasmen verwendet, deren
Spender nach mindestens
4 Monaten erneut ohne auffälligen
Befund auf Infektionsparameter
getestet wurden.
Im Rahmen der
weiteren Verarbeitung durchläuft
das Plasma einen Zell-Reduktionsschritt
(Filtration), wodurch es im
Gegensatz zu konventionellem Gefrierplasma
praktisch zellfrei und damit
besonders verträglich ist. Bei
immunkompromittierten Patienten
kann auf eine Bestrahlung verzichtet
werden und das Übertragungsrisiko
von zell (leukozyten) -assoziierten
Erregern wie CMV ist extrem vermindert.
Da gerade die Gabe von Plasmen
mit einem hohen Risiko für die
Auslösung einer transfusionsassoziierten
akuten Lungeninsuffizienz
(TRALI) verbunden ist, werden zur
Prävention solcher Reaktionen schon
seit 2006 nur Plasmen von Spendern
ohne Immunisierungsanamnese
oder nach Untersuchung auf
leukozytäre Antikörper verwendet.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.



