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LyoPlas N - w

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Klinische Erfahrungen

Für gefriergetrocknetes Plasma gelten die gleichen Indikationen wie für gefrorenes Frischplasma. In den vergangenen Jahren wurden über 400.000 Einheiten gefriergetrocknetes Plasma in Verkehr gebracht. Das Hämovigilanzregister des DRK-Blutspendedienstes West hat bis heute keine speziellen oder gehäuft auftretende bekannte Plasma-Nebenwirkungen verzeichnet. Dies ist nicht überraschend, da auf Grund der Entfernung von Restzellen durch Filtration und den frühzeitig ergriffenen Maßnahmen zur Prävention der transfusionsassoziierten akuten Lungeninsuffizienz (nur Plasma von männlichen oder auf Leukozytenantikörpern untersuchten Spendern) davon ausgegangen werden kann, dass das gefriergetrocknete Plasma besonders gut verträglich ist.

Einschränkungen in der klinischen Wirksamkeit gegenüber gefrorenem Frischplasma sind bislang nicht bekannt geworden, wofür auch die vergleichbaren Gerinnungsparameter sprechen. In einer thailändischen Studie wurde gefriergetrocknetes Plasma und gefrorenes Frischplasma - aus Kostengründen kamen Faktorenkonzentrate nicht zum Einsatz - zur Therapie von Blutungen bei 11 Patienten mit Hämophilie A eingesetzt.

Gefriergetrocknetes Plasma wurde bei 16, gefrorenes Frischplasma bei 12 Blutungsereignissen verabreicht. In allen Fällen kam es zum Blutungsstillstand, wobei das Faktor VIII-Inkrement dreißig Minuten nach Transfusion von gefriergetrocknetem Plasma 14,1 ± 5,3% und nach gefrorenem Frischplasma 12,1± 3,7% betrug. In Südafrika wurde gefriergetrocknetes Plasma bei 46 Patienten mit kardiopulmonaler Bypass-Operation ohne Nebenwirkungen eingesetzt.

In kürzlich in den USA durchgeführten Tierversuchen an Schweinen mit artifiziell gesetzten multiplen Traumata (Femurfraktur und Grad V Leberschädigung) und hämorrhagischem Schock (60% Blutverlust mit Koagulopathie, Azidose und Hypothermie) wurde die Studiengruppe mit gefriergetrocknetem Tierplasma und die Kontrollgruppe mit gefrorenem Frischplasma behandelt. Weder beeinträchtigte der Lyophilisationsprozess in dieser Studie die Aktivitäten der Gerinnungsfaktoren in vitro noch zeigten sich in vivo Unterschiede zwischen gefriergetrocknetem Plasma und gefrorenem Frischplasma in der Effizienz der Beseitigung der Koagulopathie in vivo.

Klinische Erfahrung

Gefriergetrocknetes Plasma erwies sich in dieser Studie geeignet zur Behandlung von traumainduzierten akuten Koagulopathien. Dies wird unterstützt durch einen aktuellen Fallbericht vom deutschen Einsatzlazarett in Mazar-e-Sharif, in dem über einen 60-jährigen afghanischen Patienten im traumatisch-hämorrhagischen Schock berichtet wird, dem im Rahmen der erfolgreichen Traumaversorgung u. a. 20 Einheiten gefriergetrocknetes Plasma (LyoPlas N - w) verabreicht wurden.

Gefriergetrocknetes Plasma kann bei +2°C bis +25°C gelagert werden. Es lässt sich bei Raumtemperatur rasch rekonstituieren, weshalb es neue Einsatzmöglichkeiten insbesondere in der Notfall- und Intensivmedizin ermöglicht. Darüber hinaus stellt gefriergetrocknetes Plasma wegen des Wegfalls der aufwändigen Tiefgefrierlagerung bei -30°C und der damit verbundenen zeitraubenden Auftauprozeduren für klinische Einrichtungen eine Alternative zum klassischen gefrorenen Frischplasma dar.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage
und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

 
 
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