Indikation
Die Gabe von Plasma ist indiziert bei komplexen Gerinnungsstörungen und isolierten Faktorenmangelzuständen,
für die keine Faktorenkonzentrate zur Verfügung stehen. Hierzu gehören u.a. die disseminierte intravasale Gerinnung,
Blutungen bei Leberparenchymerkrankungen mit nachgewiesener Koagulopathie, die thrombotisch-thrombozytopenische Purpura
(TTP, Substitution von vWF:CP = ADAMTS13), Faktor V- und XI-Mangelzustände sowie Verlust- und Verdünnungskoagulopathien bei Operationen und Verletzungen.
Traumata sind heute die Haupttodesursache bei Personen im Alter zwischen 5 und 45 Jahren.
Untersuchungen in den letzten Jahren bei Verletzten infolge von Unfällen oder militärischen Auseinandersetzungen haben gezeigt,
dass bis zu 34% der Traumapatienten mit einer klinisch signifikanten akuten Koagulopathie
eingeliefert werden und diese - verglichen mit Patienten ohne Koagulopathie - ein signifikant höheres
(bis zu vierfaches) Letalitätsrisiko aufweisen. Das Transfusionsverhältnis von Plasma zu Erythrozytenkonzentraten
zeigte sich mit dem Überleben assoziiert (odds ratio 8,6, 95% Vertrauensintervall 2,1 - 35,2),
wobei ein Plasma / EK -Verhältnis von >1:1,5 mit einer geringeren Letalität bzw. besserem Überleben verbunden war.
Zur Prävention der traumabedingten akuten Koagulopathie wird deshalb
zunehmend die frühzeitige Gabe von Plasma empfohlen. Der Verfügbarkeit von Plasma kommt damit wachsende Bedeutung zu.
Eine Gabe von LyoPlas N - w ist nicht angezeigt als Volumen-, Einweiß- und Albuminersatz, zur Immunglobulinsubstitution und zur parenteralen Ernährung.
Das Plasma für LyoPlas N - w stammt aus einer Einzelspende. LyoPlas N - w kann gekühlt oder bei Raumtemperatur, d.h. in einem Temperaturbereich von +2°C bis +25°C gelagert werden. Es gelten die gleichen Anwendungsgebiete wie für konventionelles gefrorenes Frischplasma. Die Auflösung des Plasmapulvers durch das beigefügte Wasser für Injektionszwecke geschieht innerhalb weniger Minuten - somit kann es rasch und bedarfsgerecht bereitgestellt werden.
Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.



