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DRK-Blutspendedienst West -
Labor für Leukozytenimmunologie

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Bestimmung von Granulozytenantigenen

Granulozytenantigene
Antigen alte Bezeichnung Lokalisation Häufigkeit %
HNA-1a
HNA-1b
HNA-1c
NA1
NA2
SH
Fcγ Rezeptor IIIb = CD16b 58
88
5
HNA-2a NB1 NB1 GP = CD177 97
HNA-3a 5b GP 70-95 97
HNA-4a Mart CD11b 99
HNA-5a Ond CD11a 92
Derzeit unterscheidet man fünf Antigengruppen auf neutrophilen Granulozyten. Das erste granulozytenspezifische Antigen (NA1, heute HNA-1a) wurde 1960 im Zusammenhang mit einem Fall von Neonataler Immunneutropenie (NIN) von Lalezari beschrieben. Dieses Antigen liegt auf dem klinisch bedeutendsten immunogenen Granulozyten-Glykoprotein, dem Fcγ-Rezeptor IIIb (CD16b). Auf dem Rezeptor liegen noch zwei weitere Antigene (HNA-1b und HNA-1c). Autoantikörper gegen Granulozyten erkennen häufig Epitope der HNA-1a-Variante.

HNA-2a (früher NB1) ist auf einem granulozytenspezifischen Glykoprotein lokalisiert, dessen genaue Funktion noch unbekannt ist. Eine Besonderheit dieses Glykoproteins ist seine heterogene Expression, d.h. in einem Individuum existieren nebeneinander zwei Subpopulationen von neutrophilen Granulozyten, solchen, die HNA-2a tragen und anderen, die es nicht tragen.

Antikörper gegen das Antigen HNA-3a (früher 5b) werden oft im Zusammenhang mit schweren Fällen von transfusionsassoziierter akuter Lungeninsuffizienz (TRALI) gefunden. Die molekulare Grundlage dieses Antigens ist noch nicht geklärt.

HNA-4a und HNA-5a sind hochfrequente Antigene, die auf Integrinen lokalisiert sind. Sie sind jeweils das Resultat einer Punktmutation. Antikörper gegen die antithetischen Allele sind bisher nicht beschrieben.


Literatur: Bux J: Granulocyte immunology. Wien Klin Wochenschr 2001; 113: 799-805
 
 
 
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