Bestimmung von Granulozytenantigenen
| Antigen | alte Bezeichnung | Lokalisation | Häufigkeit % |
|---|---|---|---|
| HNA-1a HNA-1b HNA-1c |
NA1 NA2 SH |
Fcγ Rezeptor IIIb = CD16b | 58 88 5 |
| HNA-2a | NB1 | NB1 GP = CD177 | 97 |
| HNA-3a | 5b | GP 70-95 | 97 |
| HNA-4a | Mart | CD11b | 99 |
| HNA-5a | Ond | CD11a | 92 |
HNA-2a (früher NB1) ist auf einem granulozytenspezifischen Glykoprotein lokalisiert, dessen genaue Funktion noch unbekannt ist. Eine Besonderheit dieses Glykoproteins ist seine heterogene Expression, d.h. in einem Individuum existieren nebeneinander zwei Subpopulationen von neutrophilen Granulozyten, solchen, die HNA-2a tragen und anderen, die es nicht tragen.
Antikörper gegen das Antigen HNA-3a (früher 5b) werden oft im Zusammenhang mit schweren Fällen von transfusionsassoziierter akuter Lungeninsuffizienz (TRALI) gefunden. Die molekulare Grundlage dieses Antigens ist noch nicht geklärt.
HNA-4a und HNA-5a sind hochfrequente Antigene, die auf Integrinen lokalisiert sind. Sie sind jeweils das Resultat einer Punktmutation. Antikörper gegen die antithetischen Allele sind bisher nicht beschrieben.



