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Neuer Spenderfragebogen erklärt!

"Mit dem neuen Spenderfragebogen habt ihr jetzt einen langjährigen Blutspender weniger!" - solche Kommentare lesen wir in letzter Zeit häufiger im Blog. Seitdem die überarbeitete Version des neuen Spenderfragebogens verpflichtend auf allen Blutspendeterminen eingeführt wurde, äußern einige Blutspender Unmut und Verunsicherung. Zu persönlich seien die Fragen, zu überzogen die Sicherheitsmaßnahmen. Viele Blutspender wünschen sich mehr Transparenz. Diesem Wunsch wollen wir gerne nachkommen.

Update: Wir haben die Fragen durch erläuternde Hinweise ergänzt, die in knapper Form die Auswirkungen der ja/nein-Antworten auf die Spendefähigkeit verdeutlichen sollen. Wir hoffen, dass so die Orientierung bei der Lektüre der kommentierten Version leichter fällt. Die hinzugefügten Hinweise sind kursiv und in Klammern geschrieben. 

Neuer Spenderbogen zum Download verfügbar!

Einer der häufigsten Kritikpunkte ist, dass der neue Spenderfragebogen vorab nicht zum Download zur Verfügung stand. Einige Blutspender haben das Bedürfnis, sich vorab mit den neuen Fragen vertraut zu machen, bevor sie sich auf den manchmal langen Weg zum Blutspendetermin machen. Dieser Wunsch ist vollkommen verständlich und wir freuen uns, ihm nun nachzukommen.

Aber warum kommt die Download-Möglichkeit erst jetzt? Als Blutspendedienst haben wir volles Verständnis für den Wunsch nach Transparenz. Wir wollen dem Spender den Fragebogen auch nicht vorenthalten. Langjährige Erfahrung aber zeigt, dass leicht Missverständnisse entstehen. Trotz Download muss der Spenderfragebogen nach wie vor vor Ort bei der Blutspende ausgefüllt werden! Der Spender muss sich unmittelbar vor dem Blutspenden mit den Fragen auseinandersetzen und sie wahrheitsgemäß beantworten. Auch wenn das Ausfüllen zuhause vielleicht Zeit bei der Anmeldung spart, es ist Teil des Konzeptes hinter dem Fragebogen, sich direkt vor der Blutspende auf die Beantwortung der Fragen zu konzentrieren.

Das Feedback zum neuen Spenderfragebogen zeigt, dass viele Spender die einzelnen Fragen besser verstehen wollen und sich mehr Transparenz wünschen. Im Folgenden haben wir deshalb die Fragen aus dem Bogen noch einmal einzeln aufgeführt und kommentiert. Wir hoffen damit, die teilweise komplexen medizinischen Hintergründe einzelner Fragen besser verständlich machen zu können. Außerdem wollen wir so Missverständnisse und Unklarheiten aus dem Weg räumen

 

Spenderfragebogen (Muster) downloaden
Spenderfragebogen ausfüllen

Kommentierter Spenderfragebogen

Gemäß Richtlinie Hämotherapie der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Institutes sind vor jeder Spende mittels eines Fragebogens und einer persönlichen Befragung der Gesundheitszustand und relevante Vorerkrankungen des Spenders zu ermitteln. Dies kann zur Identifizierung und zum dauerhaften Ausschluss oder zur zeitlich begrenzten Rückstellung von Personen beitragen, deren Spende mit einem Gesundheitsrisiko für sie selbst oder mit dem Risiko einer Krankheitsübertragung auf andere verbunden sein könnte. Grundsätzlich gilt für die Blutspende das Prinzip "Sicher ist sicher". Um die Risiken zu minimieren, wenden wir deshalb verschiedene Werkzeuge an, zu denen auch der Spenderfragebogen gehört. Das Ziel des Spenderfragebogens ist die Vorbereitung auf das vertrauliche Arztgespräch. Der ausgefüllte Fragebogen gibt dem Arzt Hinweise darauf, wo er Rückfragen an den Spender stellen muss. Dabei geht es sowohl um den Schutz der Empfänger einer Blutspende, als auch ganz konkret um den Schutz des Spenders, der vor dem Arzt sitzt. Dabei unterliegt der Arzt der Schweigepflicht. Alles, was auf dem Spenderfragebogen steht oder mit dem Arzt besprochen wird, bleibt streng vertraulich.

Es folgen die kommentierten Fragen aus dem überarbeiteten Spenderfragebogen des DRK Blutspendedienst West:

1. • Fühlen Sie sich heute am Spendetag krank oder sind Sie aktuell krankgeschrieben?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Wiegen Sie mindestens 50 kg?

(eine Spende ist bei einem Körpergewicht unter 50 kg nicht möglich)

Die Fragen zum Einstieg sollen klären, ob die spendewillige Person sich in einer geeigneten Verfassung für die Blutspende befindet. Spendewillige Personen, die sich krank oder nicht fit fühlen, sollten zum eigenen Schutz von einer Spende absehen, bis sie sich besser fühlen. Allerdings schließt nicht jede Arbeitsunfähigkeit eine Blutspende aus. Im Zweifelsfalle hilft eine vorherige Klärung über unsere gebührenfreie Hotline. Das Mindestgewicht von 50 kg soll sicherstellen, dass die spendewillige Person auch über genügend Blut verfügt, um davon etwas abgeben zu können.

 

2. Hatten Sie in den letzten 7 Tagen

• einen unkomplizierten Infekt ohne Fieber (z.B. Erkältung, Harnwegsinfekt)?

• eine zahnärztliche Behandlung oder professionelle Zahnreinigung?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Diese Fragen dienen der Klärung, ob ggf. Krankheitserreger im Blut vorhanden sein können. Bei manchen zahnärztlichen Eingriffen ist es völlig normal, dass vorübergehend Bakterien aus der Mundschleimhaut in die Blutbahn gelangen. Einer gesunden Person macht das nichts aus, schließlich hat sie ein funktionierendes Abwehrsystem. In einer Blutkonserve jedoch können sich Bakterien rasch vermehren und somit zu einer Bedrohung für die Transfusionsempfängerin oder den Transfusionsempfänger werden. Das gilt auch für Verletzungen und kleinere Eingriffe, bei denen z. B. eine gestörte Wundheilung auf einen Infekt hindeuten kann.

 

3. Hatten Sie in den letzten 4 Wochen Durchfall, anhaltende Bauchschmerzen, Erbrechen, eine Entzündung oder Fieber?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Hier werden gesundheitliche Störungen angesprochen, bei denen Krankheitserreger über das gespendete Blut die zu behandelnde Person gefährden könnten.

 

4. Waren Sie in den letzten 4 Monaten in ärztlicher/heilpraktischer Behandlung oder im Krankenhaus?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Hier handelt es sich um eine Sammelfrage, bei der die Ärztin / der Arzt vor Ort Hinweise bekommen kann, dass er an der einen oder anderen Stelle nochmals weiter fragen muss. Jede Behandlung kann darauf hindeuten, dass durch eine Blutspende die spendende oder die behandelte Person Schaden nehmen könnte.

 

5. Haben oder hatten Sie eine oder mehrere der folgenden Erkrankungen

(Bitte zutreffende Erkrankung unterstreichen):

• Herz- oder Gefäßerkrankung (z.B. Thrombose, Herzinfarkt, Herzrhythmusstörung, Schlaganfall)?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Nervenerkrankung (z.B. Epilepsie)?

(meist ist in solchen Fällen eine Rückstellung von der Spende notwendig)

• Wiederholte Ohnmachtsanfälle?

(meist ist in solchen Fällen eine Rückstellung von der Spende notwendig)

• Erkrankung von Haut, Blut, Lunge (z.B. Asthma), Leber, Niere, Magen oder Darm?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Chronische Erkrankungen wie Allergien, Zuckerkrankheit, Alkoholkrankheit?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Tumor (z.B. Krebs)?

(meist ist in solchen Fällen eine Rückstellung von der Spende notwendig)

Grundsätzlich sind Blutspenden bei schweren, besonders bei chronischen Erkrankungen nicht ratsam. So dürfen beispielsweise Menschen mit schweren Herz-/Kreislauferkrankungen kein Blut spenden, da sich eine Blutspende negativ auf das Wohlbefinden auswirken kann. Beispiel Herzinfarkt: Ein Mensch hat vor fünf Jahren einen Herzinfarkt erlitten, diesen aber mittlerweile gut überstanden. Er fühlt sich gesund und voller Tatendrang. Ein plötzlicher Blutdruckabfall als Reaktion auf den durch die Blutspende erlittenen Blutverlust kann aber akut zu einem Sauerstoffmangel am Herzmuskel führen und ggf. einen neuen Infarkt auslösen. Auch ein epileptischer Anfall kann durch eine Blutspende ausgelöst werden, wenn der Spender ein entsprechendes Risiko hat.

Diese Fragen dienen also in allererster Linie der Erkennung von Risiken für die spendewillige Person, weniger für die Patientin / den Patienten. In Ihrem eigenen Interesse sollten Sie diese Fragen unbedingt wahrheitsgemäß beantworten, denn auch Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen!

 

6. • Ist Ihnen schon einmal gesagt worden, dass Sie kein Blut oder Plasma spenden dürfen?

(eine Bejahung dieser Frage zieht nicht zwingend eine Rückstellung von der Spende nach sich)

• Hat es bei einer früheren Spende Komplikationen gegeben?

(eine Bejahung dieser Frage zieht nicht zwingend eine Rückstellung von der Spende nach sich)

• Spenden Sie auch in anderen Spende-Einrichtungen?

(eine Bejahung dieser Frage zieht nicht zwingend eine Rückstellung von der Spende nach sich)

Diese Fragen zielen darauf ab, in Erfahrung zu bringen, ob es früher bereits Gründe gegeben hat, wegen derer die spendewillige Person zurückgestellt werden musste. Die Frage nach der Spende bei anderen Blutspende-Einrichtungen soll sicherstellen, dass Spendewillige die notwendigen Wartezeiten zwischen den einzelnen Blutspenden einhalten. Es kommt leider immer wieder vor, dass Spendewillige aus fehlgeleitetem Enthusiasmus innerhalb kürzester Zeit in verschiedenen Einrichtungen spenden und ihre eigene Gesundheit gefährden.

 

7. Werden Sie in den 12 Stunden nach Ihrer Spende Tätigkeiten in Beruf oder Hobby ausüben, die Sie oder andere gefährden könnten (z. B. Personenbeförderung, Tätigkeit mit Absturzgefahr oder erheblicher körperlicher Belastung)?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Nach einer Blutspende können sich Spendende schwach fühlen und möglicherweise für einen begrenzten Zeitraum nicht die gewohnte körperliche Leitungsfähigkeit erbringen. Oft unterschätzen Blutspenderinnen und -spender auch ihr eigenes Befinden nach der Spende. Die meisten Tätigkeiten des Alltags lassen sich jedoch problemlos erledigen. Diese Frage richtet sich deshalb eher an Menschen, die im Beruf Personen befördern, schwere Maschinen bedienen oder Extremsportarten ausführen wollen. Für Freizeitsportlerinnen und -sportler gilt: Am Tag / Abend nach der Blutspende möglichst keine sportliche Betätigung „bis an die Grenze“ oder gar Wettkämpfe!

 

8. Nur für Frauen:

• Sind Sie schwanger oder stillen Sie?

(in solchen Fällen ist immer eine Rückstellung von der Spende notwendig!)

• Waren Sie jemals schwanger? Wenn ja, wann zuletzt?

(Diese Angaben benötigen wir, um entscheiden zu können, ob ggf. weiterführende Laboruntersuchungen notwendig sind. Eine Blutspende ist aber im Allgemeinen problemlos möglich)

Wenn Sie schwanger sind, brauchen Sie und Ihr Kind das Blut nötiger als jeder andere! Und auch während der Stillzeit sind die Reaktionen des Organismus auf plötzlichen Blutverlust unvorhersehbar. Die Frage nach früheren Schwangerschaften und dem Datum der letzten Schwangerschaft ermöglicht es dem Blutspendedienst, spezielle Laboruntersuchungen aus dem gespendeten Blut vorzunehmen, die der Sicherheit der Transfusionsempfängerin oder des Transfusionsempfängers dienen (Ausschluss von Antikörpern, die durch eine Schwangerschaft entstanden sein können und nicht der Frau, wohl aber einer Patientin oder einem Patienten schaden können).

 

9. Haben Sie in den letzten 4 Monaten mit extrem gefährlichen Krankheitserregern (z.B. Ebolavirus) gearbeitet oder sind Sie damit anderweitig in Kontakt gekommen?

(in solchen Fällen ist immer eine Rückstellung von der Spende notwendig!)

10. Wurde bei Ihnen jemals

• eine Leberentzündung („Gelbsucht“), z. B. Hepatitis festgestellt?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• eine Infektion mit HIV (AIDS) oder HTLV nachgewiesen?

(in solchen Fällen ist immer eine Rückstellung von der Spende notwendig!)

Solche Infektionskrankheiten können durch Blut übertragen werden, daher kommt eine Blutspende leider nicht in Frage.

 

11. • Hatten Sie in den letzten 4 Monaten eine Akupunktur?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannten Frist nicht möglich)

• Haben Sie sich in den letzten 4 Monaten tätowieren lassen oder einer anderen Maßnahme unterzogen, die Haut oder Schleimhaut verletzt wie Piercing, Ohrlochstechen, permanentes Make-up, Body Modification?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannten Frist nicht möglich)

Manche dieser Maßnahmen gehen leider mit einem gewissen Infektionsrisiko einher z. B. durch unzureichend sterilisiertes Material. Besonders die infektiöse Gelbsucht (Hepatitis) kann so übertragen werden. Zwar ist dies nicht sehr häufig, aber sicher ist sicher. Eine Dauersperre ist nicht erforderlich, aber ein zeitlicher Abstand von vier Monaten, damit eine eventuelle Infektion im Labor auch sicher erkannt werden kann, muss eingehalten werden (siehe hierzu auch die Erläuterungen zu Frage 16).

 

12. Haben Sie in den letzten 4 Monaten mit einer Person in einem Haushalt gelebt, bei der eine Leberentzündung (Hepatitis) festgestellt wurde?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Wenn Sie diese Frage mit „ja“ beantworten, schließt Sie das nicht grundsätzlich von der Spende aus. Die Ärztin / der Arzt vor Ort wird jedoch nach Einzelheiten fragen, um mögliche Infektionsrisiken besser erkennen zu können.

 

13. Sind Sie in den letzten 4 Monaten in Berührung mit Blut einer anderen Person gekommen, z.B. über die Schleimhaut (auch Auge) oder durch eine Verletzung mit einem Instrument (z.B. Injektionsnadel)?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannten Frist nicht möglich)

Siehe hierzu auch die Erläuterungen zu Frage 11.

 

14. Haben Sie jemals eine Blutübertragung (rote Blutkörperchen, Blutplättchen, Blutplasma – auch Eigenblut) erhalten? Wenn ja, wann zuletzt?

(Falls Sie eine Fremdbluttransfusion innerhalb der letzten 4 Monate erhalten haben, ist eine Blutspende leider nicht möglich, nach Ablauf dieser Zeit hingegen schon)

Wenn Sie Blutübertragungen bekommen haben, ist es nicht auszuschließen, dass Sie Antikörper gegen Blutgruppeneigenschaften der spendenden Person entwickelt haben. Das schadet Ihnen zwar nicht, muss aber bei der Übertragung von Blut berücksichtigt werden, daher wird in solchen Fällen eine spezielle Diagnostik im Labor veranlasst.

 

15. Hatten Sie in den letzten 4 Monaten eine Endoskopie (z.B. Magen-, Blasen-, Darmspiegelung), eine Katheteranwendung, eine Operation oder eine Gewebetransplantation?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Eine Sammelfrage ähnlich wie unter Frage 4. Manche Operationen weisen auf Grundkrankheiten hin, mit denen eine Spende aus Gründen des Schutzes der spenden Person nicht vereinbar ist. Manche Eingriffe hingegen können Infektionsrisiken bergen ähnlich der Akupunktur oder der Tätowierung, können also auch ein Risiko für die Patienten bzw. den Patienten bergen. Eine Gewebeentnahme kann auf eine Tumorerkrankung hinweisen. Auch in solchen Fällen ist eine Spende bis zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung nicht möglich.

 

16. Über den Sexualverkehr können Infektionen, wie z.B. HIV oder Hepatitis, übertragen werden. Direkt nach der Ansteckung mit HIV und/oder Hepatitis kann eine spendende Person, ohne es zu wissen infiziert sein und durch ihr Blut die Empfängerin / den Empfänger der Spende anstecken. Leider können Labortests eine Infektion zum Teil erst bis zu 4 Monate nach der Ansteckung nachweisen. Daher schützen Sie mit Ihrer ehrlichen Antwort die Empfänger Ihrer Spende.

Hatten Sie in den letzten 4 Monaten Sexualverkehr

• mit insgesamt mehr als zwei Personen?

• als Mann mit einem neuen männlichen Partner oder mit mehr als einem männlichen Partner?

• für den Sie Geld oder andere Leistungen (Unterkunft, Drogen) erhalten oder bezahlt haben?

• mit einer Person mit einer der vorgenannten Verhaltensweisen?

• mit einer Person, die mit HIV- oder Hepatitisviren infiziert ist?

• mit einer Person, die im Ausland geboren ist oder mehr als 6 Monate dort gelebt hat?

Haben Sie in den letzten 4 Monaten eine medikamentöse HIV-Präexpositionsprophylaxe (PrEP) eingenommen?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannten Frist nicht möglich)

Viele Menschen haben bei dieser Frage die Empfindung, dass solche intimen Details niemanden etwas angehen. Diese Einschätzung ist weit verbreitet, aber nichtzutreffend. Infektionskrankheiten wie AIDS oder Hepatitis werden vor allem durch Sexualkontakte übertragen und auch Blutspenderinnen und Blutspender können sich auf diesem Wege angesteckt haben. Manche Spendewillige wissen gar nicht, wie sie selbst infiziert werden können oder welches die konkreten Risiken sind. Daher ist es unbedingt notwendig, im Rahmen der ärztlichen Spenderzulassung eventuelle Risiken klar und vor allem unmissverständlich anzusprechen. Sie können sicher sein, dass Ihre Angaben zu diesen Fragen mit dem höchstmöglichen Maß an Vertraulichkeit behandelt werden. Bitte bedenken Sie: Rein rechnerisch wird jeder zweite Mensch im Laufe seines Lebens eine Bluttransfusion benötigen. Sollte dies bei Ihnen oder einer/m nahen Angehörigen der Fall sein, werden Sie zu Recht erwarten, dass die/der entsprechende Spenderin / Spender ebenso sorgfältig und unmissverständlich befragt wurde wie Sie.

Folgendes Sexualverhalten birgt nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und Daten ein im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung deutlich erhöhtes Übertragungsrisiko für durch Blut übertragbare Infektionskrankheiten:

  • Sexualverkehr mit häufig wechselnden Partnerinnen / Partnern
  • Sexualverkehr zwischen Männern (MSM) mit einem neuen Sexualpartner oder mehr als einem Sexualpartner
  • Sexarbeit
  • Sexualverkehr mit einer Person mit einer der vorgenannten Verhaltensweisen
  • Sexualverkehr mit einer Person, die mit Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV infiziert ist
  • Sexualverkehr mit einer Person, die in einem Risikogebiet für Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV lebt oder von dort eingereist ist.

Nach Beendigung des Risikoverhaltens ist eine Zulassung zur Spende nach Ablauf einer entsprechenden Wartezeit möglich. Spätestens nach 4 Monaten können Infektionen mit Hepatitis B, Hepatitis C oder HIV sicher ausgeschlossen werden.

Nähere Informationen: bundesaerztekammer.de > „Blutspende von Personen mit sexuellem Risikoverhalten – Darstellung des aktuellen Standes der medizinischen Wissenschaft“ Stand 26.05.2021.  

 

17. Haben Sie schon einmal Drogen gespritzt oder geschnupft?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Drogenkonsum kann verschiedenste Hinweise geben. Intravenöser Drogenkonsum kann Infektionsrisiken bergen, andere Drogen können z. B. mit Persönlichkeitsveränderungen einhergehen. Eine Entscheidung über die Blutspende hängt letztlich davon ab, was, wann und wie konsumiert wurde und ob Wirkungen oder Auswirkungen erkennbar sind oder nicht. Die letzte Entscheidung trifft die Ärztin / der Arzt vor Ort.

 

18. Waren Sie innerhalb der letzten 4 Monate in Haft?

(Falls ja ist eine Blutspende bis zum Ablauf der genannten Frist nicht möglich)

Bei Unterbringung in Sammelunterkünften wie Haftanstalten kann das Risiko für den Erwerb von durch Blut übertragbaren Infektionskrankheiten erhöht sein. Daher gilt in solchen Fällen eine Rückstellungsfrist von vier Monaten nach Haftentlassung (siehe auch Frage 11).

 

19. Haben Sie jemals Spritzen erhalten, die nicht ärztlich verschrieben wurden (z.B. Muskelaufbaupräparate, Botox)?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist) 

Die Verwendung von Spritzen, die nicht ärztlich verschrieben wurden, ist missbräuchlich. Da solche Präparate (vor allem Muskelaufbaupräparate) häufig aus dubiosen Quellen stammen, ist deren Qualität und damit die Auswirkung auf den Gesundheitszustand dessen, der sie einnimmt, nicht sicher zu beurteilen. Hier spielt der Schutz der spenden Person eine ebenso große Rolle wie der Schutz der Patientinnen und Patienten!

 

20. • Haben Sie jemals Frischzellen bzw. Gewebe (Transplantate) oder Gewebeextrakte von Tieren erhalten?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Sind Sie in den letzten 12 Monaten nach Tierkontakt gegen Tollwut geimpft worden?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Erhielten Sie in den letzten 12 Monaten tierisches Serum (z.B. gegen Schlangenbisse)?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Bei dieser Frage gilt es zu erkennen, ob mit dem verwendeten Präparat spezielle Infektionsrisiken einhergehen.

 

21. • Sind Sie im Ausland geboren?

 Wenn ja, wo? ………………………………………..........................................……….

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Haben Sie jemals länger als 6 Monate im Ausland gelebt?

 Wenn ja, wo? ………………………………………………. Wann?..............................

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

• Waren Sie in den letzten 6 Monaten, auch kurzfristig, im Ausland?

 Wenn ja, wo? ………………………………………………………….......…………...….

hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Eine sehr komplexe Frage, deren Bewertung einer sorgfältigen Prüfung bedarf. Hintergrund für die Frage ist, dass manche Infektionskrankheiten in bestimmten Regionen der Welt häufiger auftreten als in anderen. Ist z. B. jemand in einem Land aufgewachsen, in dem die Malaria vorkommt, muss vor einer Zulassung geprüft werden, ob eine Malariainfektion sicher ausgeschlossen werden kann, denn auch eine Malaria kann durch Blut übertragen werden. Aber auch manche Tropenkrankheiten erreichen zunehmend beliebte Ferienregionen der mitteleuropäischen Bevölkerung. So kommt z. B. seit einigen Jahren das sogenannte West Nil-Virus in manchen Urlaubsregionen Süd- und Südosteuropas vor. Über die jeweils notwendige Rückstellungsdauer informiert Sie die Ärztin / der Arzt vor Ort.

 

22. Wurde bei Ihnen jemals eine Malaria festgestellt?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 21.

 

23. Haben oder hatten Sie eine Tuberkulose, Osteomyelitis, Syphilis, Rheumatisches Fieber, Salmonelleninfektion (Typhus oder Paratyphus), Q-Fieber, Toxoplasmose?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 21.

 

24. Wurde bei Ihnen jemals eine der folgenden seltenen Erkrankungen festgestellt: Chagas-Krankheit (Trypanosomiasis), Brucellose, Babesiose, Leishmaniose, Lepra, Melioidose, Rückfallfieber, Hasenpest (Tularämie), Fleckfieber oder andere Rickettsiosen?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 21.

 

25. Haben Sie innerhalb der letzten 4 Wochen oder heute am Spendetag Tabletten o.a. Medikamente eingenommen, wie z.B. Antibiotika, Schmerzmittel (auch Aspirin, ASS), Mittel gegen Bluthochdruck oder andere?

Wenn ja, welche? ........................................................................................................

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Bei Arzneimitteleinnahme muss immer geprüft werden, ob a) die Erkrankung selbst, der die Einnahme zugrunde liegt, eine Gefährdung für Spendewillige oder Patientin / Patient darstellt oder b) das Arzneimittel oder dessen Abbauprodukte ausgelöst durch eine Blutspende schädliche Nebenwirkungen bei der spenden Person hervorrufen oder unerwünschte Wirkungen auf Patientin oder Patient ausüben kann.

Beispiele:

• Die Einnahme eines Antibiotikums weist darauf hin, dass die spendewillige Person vor kurzer Zeit einen bakteriellen Infekt gehabt hat (Empfängerschutz!)

• Die Einnahme bestimmter Herzmedikamente weist darauf hin, dass die spendewillige Person durch einen Blutdruckabfall anlässlich einer Blutspende ggf. Schaden nehmen könnte (Spenderschutz!)

• Manche Medikamente z. B. gegen Akne oder Haarausfall können Missbildungen bei Ungeborenen auslösen, wenn z. B. eine Schwangere mit der betreffenden Blutspende versorgt werden muss.

 

26. Haben Sie in den letzten 3 Jahren Tabletten zur Behandlung von schweren Formen von Hautekzem, Schuppenflechte oder Akne eingenommen (z.B. Toctino®, Neo-Tigason®, Aknenormin®)?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Siehe Antwort zu Frage 25.

 

27. Wurden Sie in den letzten 4 Wochen geimpft?

Wenn ja, gegen welche Erkrankungen? ....................................................................

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Unterschiedliche Impfungen ziehen unterschiedliche Rückstellungsfristen nach sich. Manche Impfungen (z. B. Gelbfieber) sind sog. „Lebendimpfstoffe“. Rückstände des Impfstoffs können Patientinnen und Patienten mit unzureichender Immunabwehr durchaus schaden. Andere Impfungen wie z. B. die Grippeimpfung wiederum sind „Totimpfstoffe“, die keiner Einschränkung unterliegen.

 

28. Wurde bei Ihnen oder einem Ihrer Blutsverwandten die Creutzfeldt-Jakob-Krankheit oder eine ähnliche Erkrankung festgestellt oder bestand jemals ein Verdacht auf eine dieser Erkrankungen?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Bei manchen seltenen Erkrankungen kann die Wissenschaft bis heute nicht mit Bestimmtheit ausschließen, dass sie durch Blut von Mensch zu Mensch übertragbar sind. Sicher ist sicher!

 

29. • Wurden Sie vor 1996 mit Hormonen der Hirnanhangdrüse behandelt z.B. wegen Wachstumsstörungen, Endometriose, Kinderwunsch?

• Haben Sie jemals Hornhaut-, Hirnhaut- oder andere Transplantate erhalten?

(hier erfolgt eine ärztliche Prüfung, ob Ihre Angaben eine Blutspende ausschließen oder ob sie möglich ist)

Das unter Frage 28 Gesagte gilt auch für die hier genannten Medikamente / Transplantate.

 

30. • Haben Sie sich in den Jahren 1980 bis 1996 insgesamt länger als 6 Monate im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland aufgehalten?

• Sind Sie im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland nach dem 01.01.1980 operiert worden oder haben Sie dort eine Blutübertragung (rote Blutkörperchen Blutplättchen, Blutplasma) erhalten?

Falls ja ist eine Blutspende leider nicht möglich)

Das unter Frage 28 Gesagte gilt auch für Aufenthalte / Operationen / Transfusionen im Vereinigten Königreich in der genannten Zeit.

 

Kommentare

Hermann Homburg

20.01.2020, 16:44 Uhr

Hallo erst mal,
leider kann ich den Download des Spenderfragebogens auf dieser Seite nicht finden, oder ist er irgendwo versteckt angebracht?
Gruß Hermann

Mark Bodden

20.02.2020, 09:11 Uhr

Hallo liebes Blutspendeteam,
besteht nicht die Möglichkeit, den Spenderfragebogen online zustellen?
Ich finde hier nur eine Mustervorlage, diese kann ich aber ja nicht mit zur Blutspende nehmen. Ein original, welches ich im Vorfeld schon mal zu Hause ausfüllen kann fände ich praktisch.
Danke und LG

Hallo Herr Bodden, der Spenderfragebogen muss zwingend, am Tag der Spende vor Ort beim Blutspendetermin ausgefüllt werden. Ein Spenderfragebogen "für Zuhause" ist deshalb nicht möglich. Beste Grüße

Hallo. Ich habe regular starkes drogenkonsum aber jetz wolle ich beenden das. Ich wolle fragen wenn mochte ich blutspenden wie lange muss ich keine drogen konsumen un wo kann ich suche hilfe ?

Hallo anonymous, 

nach einem intravenösen (Injektion in die Vene) oder intramuskulären (Injektion in den Muskel) Drogenkonsum erfolgt ein dauerhafter Ausschluss von der Blutspende. Beim "Schnupfen" von Drogen kann bei mehr als einem Jahr Drogenfreiheit, Lösung aus dem entsprechenden Umfeld und Ausschluss von Folgekrankheiten eine Blutspende möglich sein, sofern eine ärztliche Beurteilung die Person als spendefähig befindet. Informationen zur Suchtberatung vom DRK finden Sie auf der Website https://www.drk.de/hilfe-​in-deutschland/gesundheit-​und-praevention/suchtberatung/. Eine bundesweite und anonyme Sucht-​und-Drogen-Hotline erreichen Sie unter 01805-​313031. Ein Verzeichnis bundesweiter Suchtberatungsstellen finden Sie unter https://www.bzga.de/service/beratungsstellen/suchtprobleme/

Beste Grüße
BSD West

Hallo, ich hatte in den vergangenen Jahren bereits 3 Borrelien-Infekte und habe somit Antikörper gebildet.

Ist das ein Ausschluss Grund?

Hallo Christof, 

nach einer Borreliose können Sie nach 4 Wochen wieder Blut spenden, sofern keine klinischen Symptome vorliegen. Falls Sie Antibiotika eingenommen haben, müssen diese 4 Wochen abgesetzt sein, bevor Sie wieder Blut spenden können. 

Beste Grüße
BSD West

Hallo, 

das Gerät, womit am Finger gepikst wird (vor der Blutspende), wie wird es sterilisiert? Als ich bei der letzen Blutspende war, habe ich zwar gesehen, dass ein Deckel drüber war, aber nicht, dass zb ein neuer Aufsatz drangemacht wurde. Ich habe Bedenken, dass ich mich Vl mit dem Blut des Vorgängers infiziert haben könnte. 

Hallo Hanna, 

eine Infektion durch das Blut eines Vorspenders ist nicht möglich, da unsere Messgeräte jede Nadel nur einmal nutzen können. Die Geräte bestehen aus zwei Teilen: Der hintere ist die Auslöseeinheit, der vordere Teil ist die "Nadel" mit einer Schutzkappe darüber. Wird der Nadelteil aufgesetzt, spannt sich die Auslöseeinheit. Durch Druck auf den hinteren Teil schießt die Nadel nach vorne. Wurde die Nadel einmal ausgelöst, kann sie kein zweites Mal "gespannt" werden, erst muss eine neue Nadel mit Schutzkappe aufgesteckt werden. Ein zweiter Stich mit derselben Nadel ist also nicht möglich. 

Beste Grüße
BSD West

Guten Tag,

Ich bin ein Mann, der mit einen anderen Mann in einer festen monogamen Beziehung lebt. Ich bin durch den Fragebogen verunsicher. Im Klartext sagt man mir doch, dass ich mich entscheiden muss zwischen Sex mit meinem Partner (wer führt gerne eine Josephsehe?) oder dem Wunsch anderen Menschen durch meine Spende zu helfen. 

Ich habe die Termine zum Blutspenden deshalb ausfallen lassen.

Hallo Maxim,

für uns als Blutspendedienst haben die Sicherheit der überlebenswichtigen Blutpräparate sowie der damit verbundene Schutz unserer Spenderinnen und Spender sowie meist schwerkranken Empfängerinnen und Empfänger absolute Priorität.

Die gesetzlichen Vorgaben für die Spenderauswahlkriterien (Transfusionsgesetz) erfolgen durch die Bundesärztekammer in Abstimmung mit dem Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und sind für uns als Blutspendedienste bindend.

Die von den Bundesbehörden aktuell beschlossene Überprüfung der diesbezüglichen Gesetzmäßigkeiten halten wir als Blutspendedienste des Deutschen Roten Kreuzes und des Bayerischen Roten Kreuzes für gut und richtig. Wir erwarten, dass daraus eine sichere, für alle Seiten zufriedenstellende sowie in der alltäglichen Umsetzung praktikable Lösung resultiert.

Sofern die Gesundheit der Empfängerinnen und Empfänger sichergestellt ist, begrüßen wir sämtliche Richtlinien, die es mehr Menschen ermöglichen, Blut zu spenden.

Beste Grüße
BSD West

Marina Kougentakis

17.12.2020, 11:38 Uhr

Kann man nach einem Schlaganfall jemals wieder Blut spenden?

Im Dezember hatte ich eine Darmspiegelung. Außerdem wurde ich gegen Hepatitis A und B geimpft. Die zweite Impfung ist im Januar. Wann kann ich wieder Blut spenden? 

Ich habe 2014 eine Hornhauttransplantation am Auge bekommen und darf nicht mehr spenden obwohl ich keine Medikamente nehmen muss. Warum ist das so?

Stephan Roswitha

11.01.2021, 20:02 Uhr

Hallo,ich war heute mit meinem Sohn der bereits 47 Jahre alt ist und von Geburt eine Lernbehinderung hat zum Blutspenden in Hattingen,er war heute das achte Mal mit und ich fülle mit ihm immer den Fragebogen aus,das hat auch bisher immer gut geklappt ,heute wurde uns gesagt, dass das nicht mehr sein darf, dass der Fragebogen nur mit dem Arzt ausgefüllt werden muss, ich bin also sehr aufgebracht, dass das die ganzen Zeit so gut gegangen ist.Die Leute kennen mich da, sie wissen dass ich den Bogen immer mit meinem Sohn ausfülle und sie hatten auch diesmal nichts dagegen, aber irgendwann hatte der Teamleiter das mitbekommen und hat gesagt ,dass das eben nicht mehr möglich ist und somit bin ich eigentlich ein bisschen verärgert und werde wohl auch nicht mehr zur Blutspende kommen obwohl ich schon sehr, sehr lange Blutspenderin beim DRK in Hattingen bin, es tut mir sehr leid ...das war das was ich heute mal zu sagen hatte. Roswita Stephan 

Corinne Hoffma…

27.01.2021, 14:59 Uhr

Hallo, ich arbeite seit 28 Jahren auf einer Infektionsstation und möchte gern, aufgrund der Konservenknappheit, Blut spenden.

Wie groß ist meine Chance, dies zu tun?

Lena Kemkes

03.02.2021, 19:06 Uhr

Hallo,

ich würde in zwei Wochen gerne Blutspenden gehen. Ich nehme zur Zeit jedoch täglich Antidepressiva (Escitalopram 5 mg). Bin ich somit von einer Spende ausgeschlossen?

Mit lieben Grüßen

Lena Kemkes

Hallo zusammen, wird überall bei den Blutspendeterminen des DRK West-Teams  mit Einweglanzetten gearbeitet, um den Hb-Wert über die Fingerbeere zu bestimmen ? Also lassen sich diese nur einmal aktivieren /einmal stechen und sind dann nicht mehr funktionsfähig? So, dass man sie kein zweites Mal benutzen könnte, selbst wenn man dies bei einem anderen Spender wollte ? Dankeschön 😊👍
 

LG 

Denise

Hallo, ich bin vor ca. 47 Jahren (mit 10) an Paratyphus erkrankt. Die Krankheit heilte schnell aus. Bisher hatte ich keinerlei Nachwirkungen hiervon. Ist die Wahrscheinlichkeit einer Samonellenübertragung durch eine Blutspende tatsächlich noch relevant und muss es zu einer Dauersperre kommen? Und falls ja, wieso wird mein Blut nicht direkt bei Ihnen darauf untersucht? Dann hätten Sie vermutlich einen Spender mehr...

Gruß, Andreas 

Hallo,

bei mir wurde eine mikroskopische Kolitis lymphozytäre Art Symtomfrei diagnostiziert. Ist das ein Ausschluss Kriterium?

Viele Grüße

Corinna

 

Hallo, ich habe mir vor 14 Tagen unkompliziert das OSG gebrochen und muss noch weitere 14 Tage den Gips tragen und Thromboseprophylaxe spritzen. Darf ich trotzdem nächste Woche Blut spenden oder lieber nicht?

Hallo! Meine Schwiegermutter ist  64 Jahre alt und hatte als Teenie Tuberkulose. Darf sie zur Blutspende? Lg

Hallo,
Ich benutze Escitalopram 5mg.  1 Tablette pro Tag.  Darf ich Blut spenden?

Blutspender

07.06.2021, 20:41 Uhr

Hallo Herr Fischer,

vielen Dank für diesen ausführlichen, kommentierten Fragebogen. Ich habe damit einige Fragen und Hintergründe verstehen können.

Zu Frage 16 hätte ich allerdings noch eine Anmerkung bzw. Frage (im Übrigen deckt sich Ihr Fragebogen im Artikel nicht ganz mit dem vor Ort bzw. zum Herunterladen).

Muss Frage 16 mit "ja" beanwortet werden, wenn einer der Punkte zutrifft; will heißen: Sexualverkehr außerhalb einer Partnerschaft ODER Sexualverkehr mit HIV/Hepatitis ODER Partner im Ausland geboren ODER im Ausland gelebt ODER Geld erhalten oder usw.? (Dann sollte diese Frage mit einem Sternchen versehen werden, wie z.B. in Frage 21)

Oder bezieht sich Frage 16 nur auf Sexualverkehr außerhalb einer Partnerschaft? (Dann sollte diese Frage präzisiert werden)

Über eine Antwort würde ich mich freuen.

Freundliche Grüße

Marita Wäschenbach

08.06.2021, 02:31 Uhr

Hallo! Eine Frage: ich wollte am 1.6. Blutspenden. Da fragte mich die Ärztin, was ich zuvor noch nie gefragt wurde, ob ich von einer Zecke gebissen worden sei. Ich sagte ja, am Freitag, das war der 28.5.

Dann sagte sie, dass ich so nicht spenden dürfe. Ich fragte, wie lange und sie sagte 4 Wochen.

Das wäre dann nach meiner Rechnung der 24.6. gewesen. 

Nun sehe ich, als ich mich für einen neuen Termin anmelden will, dass ich erst am 3.7., statt am 24. oder 25.6. wieder spenden darf.

Können Sie mir sagen, warum das so ist, weil das sind ja mehr als 5 Wochen?

Danke für Ihre Bemühungen!

MfG 

Marita Wäschenbach

Schulstr.3

57572_Niederfischbach 

Hallo, darf ich als Epileptikerin Blut spenden? Ich habe eine sehr leichte Form der Epilepsie. 

LG

Manche Begründungen finde ich nicht hilfreich, zum Beispiel, warum man bei Durchfall ganze 4 Wochen nicht spenden darf, oder was ein Großbritannien/Irland Aufenthalt mit Creutzfeld-Jakob-Krankheit zu tun hat. Und wieso das Sinn ergibt - hieße das nicht, dass die Briten bei Ü30 Jährigen nur Blutspenden von Zugezogenen erlauben können?

Oder warum Erkältungssymptome ein Problem sind, wo die meisten Erkältungsinfektionen wahrscheinlich symptomfrei verlaufen.

 

Was soll der Punkt mit in Ausland geborenen Partner? Mein Mann und ich sind nicht in Deutschland geboren. Leben aber seit über 20 Jahren hier. Dürfen wir jetzt vor der Spende 4 Monate auf Sex verzichten? Oder beide gar nicht mehr spenden? Wie schwachsinnig ist bitteschön dieser Punkt? 


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