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Andere Gene – gleiche Chancen: Fünf Partner für mehr internationale Blut- und Stammzellspender

Projekt BluStar ist ein großer Erfolg

Schon seit Generationen macht Nordrhein-Westfalen es vor: Hier leben besonders viele Menschen mit unterschiedlichen Wurzeln zusammen. In den letzten Jahren ist das Spektrum an Regionen, aus denen Menschen nach Deutschland kommen, noch vielfältiger geworden. Für die Blut- und Stammzellspende bringt diese Entwicklung ganz neue Herausforderungen mit sich, denn Menschen haben evolutionsbedingt unterschiedliche Blutgruppen und Gewebemerkmale.

Gerade bei Patientinnen und Patienten, die in den letzten Jahren aus afrikanischen Ländern, dem Nahen  und Mittleren Osten zugewandert sind, kommt es bereits jetzt zu Schwierigkeiten in der Versorgung. Patienten mit Erkrankungen wie der Sichelzellkrankheit sind oft auf Bluttransfusionen angewiesen und haben dann, aufgrund häufiger Transfusionen in der Vergangenheit, oft Antikörper ausgebildet. Dies hat zur Folge, dass in der einheimischen Blut spendenden Bevölkerung nicht genug geeignete Spender vorhanden sind, um die Versorgung sicher zu stellen.

Aus diesem Grund beteiligt sich der DRK-Blutspendedienst West am Projekt BluStar.NRW. Unter dem Motto „Andere Menschen – andere Gene – gleiche Chancen“ arbeiten fünf Kooperationspartner zusammen: der DRK-Blutspendedienst West, die Westdeutsche SpenderZentrale (WSZE), das Universitätsklinikum Essen (ITM), das Universitätsklinikum Düsseldorf (ITZ) und der Caritasverband für die Stadt Essen bringen ihre Kernkompetenzen in das Projekt ein.

Beim Blutspendedienst West wurden seit April 2018 über 12.000 Spender internationale Spender für das Projekt gewonnen. Ein minimaler Anteil der Spende geht an das ITZ in Düsseldorf. Dort wurde mit einem Team aus Molekularbiologen, Bioinformatikern und Mediziner an einem Blutgruppentypisierungskit gearbeitet. Mit diesem speziell entwickelten Hochdurchsatz-Verfahren werden dort jetzt ungefähr 100 Proben parallel analysiert. So kann im Notfall sehr viel schneller geholfen werden!

Über 4.000 Stammzellspender hat die WSZE bisher registrieren können, bereits in zwei Fällen hat auch schon eine Spende stattgefunden! Dies ist ein besonderer Glücksfall; steht doch die Chance, diesen „genetischen Zwilling“ zu finden bei 1:30.000.

So ist das Projekt schon jetzt ein Erfolg für die Beteiligten Partner – vor allem aber für die Menschen. Denn schließlich geht es vor allem darum, Menschen zu helfen und an dem großen Projekt „Blutspende“ zu beteiligen – ganz im Sinne der gelebten Integration.

BluStar.NRW

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