Labor für Immunhämatologie
Abteilungsleiter:Dr. med. Burkhard Just
Facharzt für Transfusionsmedizin
Hämostaseologie
Tel.: 02331 - 807-0
Fax: 02331 - 843367
Allgemeine Beschreibung:
Im Routinelabor werden insbesondere niedergelassene Ärzte bei der prätransfusionellen Diagnostik unterstützt. Wir führen alle hierfür erforderlichen immunhämatologischen Untersuchungen durch und liefern die Erythrozytenkonzentrate zur Transfusion in nahezu allen Fällen nach vorheriger Absprache an die Praxen aus. Für die Bereitstellung von Erythrozytenkonzentraten und zur Durchführung erforderlicher Untersuchungen benötigen wir einen schriftlichen Auftrag – unsere Anforderung immunhämatologischer Diagnostik (für Patienten, die der GKV angehören, zusätzlich ein entsprechendes Rezept sowie ein Überweisungs-/Abrechnungsschein für Laboratoriumsuntersuchungen als Auftragsleistung - Muster 10).
Unser Referenzlabor untersucht komplizierte Fälle, die in der üblichen Routine des Krankenhauses nicht abgeklärt werden können. Hierunter fallen immunhämatologische Untersuchungen zur Identifizierung von Alloantikörpern, insbesondere gegen hochfrequente Antigene oder Antikörpergemische sowie Abklärungen bei Vorliegen von Autoantikörpern oder z.B. auch eines Morbus haemolyticus neonatorum. Hierzu benötigen wir eine schriftliche Anforderung immunhämatologischer Diagnostik, Hinweise allgemeiner Art sowie zur Präanalytik finden sich auf der Rückseite des Anforderungsscheins. Insbesondere im Referenzlabor sind wir für die Krankenhäuser und Arztpraxen – gerade im Notfall – rund um die Uhr ansprechbar und helfen Ihnen gerne weiter.
Bei Nachweis von Antikörpern ist die Bereitstellung von Erythrozytenkonzentraten mit besonderer Antigenkonstellation erforderlich. Sollten die entsprechenden Präparate nicht vorrätig sein, werden diese nach gezielter Austestung bereitgestellt. Im Einzelfall kann auch der Einsatz von Erythrozytenkonzentraten aus der Kryokonservierung erforderlich werden; auch hierbei sind wir Ihnen, wie auch bei der Suche adäquater frischer Präparate auch überregional im Rahmen der Kooperation der DGTI-AG „Seltene Blutgruppen“ behilflich.
Sprechen Sie uns an!

Arbeitsgruppe
Seltene Blutgruppen
German Rare Donor Program
Selbstverständlich ist auch eine Vorstellung der Patienten zur elektiven Diagnostik in unserer Ambulanz möglich – zur Terminvergabe bitten wir um telefonische Rücksprache mit unserem ärztlichen Sekretariat.
Unsere reguläre Dienstzeit:
Montag bis Freitag 7.00 Uhr bis 16.00 Uhr (für Untersuchungen außerhalb dieser Zeiten erbitten wir vorherige telefonische Kontaktaufnahme)
| Telefon-Nr. | |
| Labor | 02331 - 807-145 |
| Sekretariat | 02331 - 807-320 |
| Arzt | 02331 - 807-0 |
| Arzt | 0171 - 2218070 - außerhalb der regulären Dienstzeit |
| Fax | 02331 - 807-151 |
Das Labor für Immunhämatologie wird von Herrn Dr. Just geleitet; Leitende MTLA ist Frau Elke Garn. Daneben sind sieben MTLA (Voll- und Teilzeit) im Labor beschäftigt (unterstützt durch 2 weitere im Bereitschaftsdienst sowie zwei Mitarbeiterinnen im Ärztlichen Sekretariat). Das Labor ist seit 2006 akkreditiert und seit 2007 ISO-zertifiziert.
Immunhämatologische Untersuchungen
- AB0-Blutgruppenbestimmung, einschließlich serologischer und molekulargenetischer Differenzierung von Varianten
- Bestimmung von Rh Faktor D und Rh-Merkmale, einschließlich Genotypen, z.B. bei weak D oder partial D
- Bestimmung weiterer Blutgruppenantigene, z.B. aus dem Kell-, Kidd-, Duffy- und MNSs-System
- Identifizierung von Alloantikörpern gegen erythrozytäre Antigene, einschließlich spezieller Diagnostik von Antikörpern gegen hoch- oder niedrigfrequente Antigene (z.B. Anti-Vel, Anti-Cartwright, Anti-Chido, Anti-Rodgers, Anti-Wright (a)) und Bereitstellung kompatibler Erythrozytenkonzentrate
- Diagnostik bei Vorliegen von Autoantikörpern, einschl. Bestimmung des monospezifischen direkten Coombstests und der IgG-Subklasse, Durchführung von Elutions- und Absorptionsuntersuchungen sowie der Bestimmung von Kälteagglutininen (evtl. Titration) und biphasischen Kältehämolysinen (DL-Antikörper)
- Untersuchungen bei Verdacht auf einen Morbus haemolyticus noenatorum, einschließlich Elutionsuntersuchungen sowie Bereitstellung kompatibler Erythrozytenkonzentrate zur Austauschtransfusion
- Durchführung der serologischen Verträglichkeitsprobe für Erythrozytenkonzentrate
- Abklärung von Transfusionsreaktionen, wobei wir Sie bitten, den vorgesehenen Meldebogen mit einzusenden
Weitere Diagnostik nach Rücksprache.
Untersuchungsmaterial: 20 ml EDTA-Blut – bei Neugeborenen und Kindern geringere Probenmenge nach Absprache (in Ausnahmefällen, z.B. bei der Bestimmung von Donath-Landsteiner-Antikörpern, ist die Einsendung von Nativblut erforderlich)


