Nach dem schweren Unglück auf der Baustelle des neuen RWE-Kraftwerks in Grevenbroich-Neurath, bei dem am 25. Oktober 07 ein Gerüst eingestürzte, ist auch der DRK-Blutspendedienst gefragt. Die zum Teil lebensgefährlich verletzten Bauarbeiter, die in Krankenhäusern in Grevenbroich, Neuss, Düsseldorf und Duisburg behandelt werden, benötigten noch am gleichen Abend Abend zahlreiche Blutkonserven. Das zuständige Zentrum für Transfusionsmedizin in Ratingen-Breitscheid hat knapp 100 Blutkonserven an die behandelnden Krankenhäuser geliefert.
Mit Hilfe der DRK-Zentren für Transfusionsmedizin in Hagen und Münster, die ebenfalls Blutkonserven lieferten, konnte zunächst der Bedarf für die Verunglückten gedeckt werden.
„Durch diesen schrecklichen Unfall, werden vermutlich noch viele weitere Blutkonserven benötigt", so Dr. med. Thomas Zeiler vom DRK-Blutspendedienst West. „Schon seit einiger Zeit hat die Beteiligung an den Blutspendeaktionen stark nachgelassen, so dass aktuell keine großen Reserven zur Verfügung stehen und die Blutversorgung auf schwachen Säulen steht“.
Bereits vor dem Unglück hatte der DRK-Blutspendedienst nur noch einen geringen Bestand an verfügbaren Blutkonserven. "Um auch die Versorgung der anderen Patienten in den Krankenhäusern und Arztpraxen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pflaz / Saarland sicherstellen zu können, ist es jetzt dringend erforderlich, dass möglichst viele Menschen zur Blutspende gehen“, bittet Dr. Zeiler die Bevölkerung um Mithilfe. Der DRK-Blutspendedienst West setzt alle verfügbaren Entnahmeteams ein, um in den genannten drei Bundesländern ein möglichst großes Spendeaufkommen zu erreichen.
Zur Blutspende zugelassen werden bei alle Gesunden im Alter von 18 bis 68 Jahren, die Zulassungskriterienerfüllen. Neuspender sollten nicht älter als 59 Jahre sein.
Spendetermine können über die Termindatenbank im webauftritt des DRK-Blutspendedienstes West abgefragt werden.



