Ja, es war in diesem Jahr im Januar und Anfang Februar noch ausgesprochen knapp bei der Versorgung mit Blutpräparaten in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Auch wenn vereinzelte Blutspendeeinrichtungen behaupten, es habe keinen Engpass gegeben, dem DRK-Blutspendedienst West standen nicht immer genügend Blutkonserven zur Verfügung, an manchen Tagen nicht einmal die von den Kliniken abgeforderten Mengen.
Das Versorgungsproblem ist aber nicht entstanden weil zu wenige Menschen in den drei Bundesländern Blut gespendet hätten. Nein, die Nachfrage nach Blutpräparaten seitens der Kliniken war in diesem Jahr so immens groß, dass die gespendete Menge einfach nicht ausgereicht hat. Im Januar haben wir mit über 93.000 Spenden und im Februar mit über 88.000 Spenden die Vorjahresmonate jeweils weit übertroffen. Doch das Mehraufkommen wurde ebenso schnell verbraucht wie es hereingekommen ist. Im Namen der Patienten, die mit diesen Blutspenden behandelt werden konnten, sagen wir Danke an alle unsere Spenderinnen und Spender.
Trotz dieses großen Engagements ist es im Januar und Februar zu massiven Versorgungsengpässen bundesweit gekommen. Der enorm große Bedarf der Kliniken in diesen beiden Monaten ist uns derzeit noch nicht erklärlich. Alle Blutspendedienste des DRK haben diese große Nachfrage zu spüren bekommen und hatten mehr oder weniger große Probleme bei der Versorgung in ihrem regionalen Bereich. Dadurch standen auch nur wenige Blutpräparate für den sonst üblichen regionalen Austausch zwischen den DRK-Blutspendediensten zur Verfügung.
Zur Zeit hat sich die Versorgungslage leicht normalisiert. Es können zwar noch immer keine „großen Sprünge“ gemacht werden, aber auf etwas Mehr als Im Januar ist der Bestand schon angewachsen. Immerhin reicht die Menge der gelagerten Blutkonserven rechnerisch derzeit etwa für die Versorgung von einem bis eineinhalb durchschnittlichen Werktagen. Wünschenswert wäre etwa die doppelte bis dreifache Menge, denn dann ständen auch bei den seltenen Blutgruppen ausreichend große Stückzahlen zur Verfügung.
Um dies zu erreichen, müssen wir die Bevölkerung bitten, in ihrer Blutspendebereitschaft nicht nachzulassen. Täglich werden weiterhin 4.000 bis 4.500 Spenderinnen und Spender beim Roten Kreuz benötigt, um das erreichte Versorgungsniveau zu halten. Spende Blut beim Roten Kreuz – wo denn sonst?



