Die Reisezeit bringt es ganz aktuell wieder an den Tag, auch wenn die Ferien in Nordrhein-Westfalen sich dem Ende zuneigen: die Versorgung der Patienten zwischen Rhein und Weser ruht auf zu wenigen aktiven Blutspendern.
Nur etwa 2,5 % der NRW-Bevölkerung sind regelmäßige Blutspender beim Roten Kreuz. Das ist eindeutig zu wenig, um die Versorgung der Patienten in den Kliniken und Arztpraxen des größten Bundeslandes ausreichend zu sichern. Nach Expertenschätzung müssten es landesweit etwa 5 % der Bevölkerung sein, die regelmäßig zweimal im Jahr zur Blutspende gehen.
„Wenn in dieser Situation noch einige der regelmäßigen Blutspender in den wohlverdienten Urlaub fahren oder das schöne Wetter zu anderen Freizeitaktivitäten verleitet als zu einem Blutspendetermin zu gehen, dann kann die Versorgungslage schnell sehr eng werden,“ meint Friedrich-Ernst Düppe, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West.
Dieser Fall ist aktuell eingetreten.
In Nordrhein-Westfalen werden täglich beim DRK-Blutspendedienst West etwa 3.000 Blutkonserven zur Patientenversorgung abgerufen. Aktuell stehen aber nur 2.200 Blutkonserven zur Verfügung. Damit kann nicht einmal die Regelbelieferung des nächsten Werktages für die Kliniken und Arztpraxen sicher gestellt werden.
Das Rote Kreuz ruft deshalb die Bevölkerung auf, die nächste erreichbare Spendeaktion zu einer Blutspende zu nutzen. Täglich bietet das DRK in NRW bis zu 35 Spendeaktionen an wechselnden Orten im Land an. Spenden können alle gesunden Mitbürger, die mindestens 18 Jahre alt sind und das 68. Lebensjahr noch nicht überschritten haben. Wer zum ersten Mal Blut spenden will, darf nach den gesetzlichen Vorgaben nicht älter als 59 Jahre sein.
Blutspendetermine des DRK in NRW finden Sie im Internet unter www.blutspendedienst-west.de oder können angefragt werden beim Spender-Service-Center des DRK-Blutspendedienstes unter der kostenlosen Festnetznummer 08 00 11 949 11.



