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Nach der Hitze kommt „Erholung der Blutvorräte“ nur langsam
Hitzeperiode brachte 20 und 30 Prozent Blutspender weniger als normal, jetzt füllen sich die Kühlräume langsam wieder

Die tropischen Temperaturen in der ersten Monatshälfte Juli trockneten auch die Vorräte in den Kühlräumen des DRK-Blutspendedienstes West aus. Um bis zu 30 Prozent weniger Blutspender als zu normalen Sommerzeiten wurden in diesen Wochen bei einzelnen Spendeaktionen im Lande gezählt. Das machte sich auch nachhaltig in den Kühlräumen des DRK-Blutspendedienstes bemerkbar. Die Vorräte schrumpften auf einen besorgniserregenden Minimalbestand. Nicht immer können auch jetzt noch die Nachfragen der Krankenhäuser in vollem Umfang bedient werden.

Die Medienaufrufe und Appelle des Deutschen Roten Kreuzes tragen aber erste Früchte. Mit Einsetzen der kühleren Sommertemperaturen stieg auch die Blutspendebereitschaft sofort wieder an. Bei den Spendeaktionen werden wieder die Spenderzahlen erreicht, die wir für die tägliche Normalversorgung der Bevölkerung benötigen. Aber nur langsam füllen sich die Vorräte wieder. „4.500 Blutspenden benötigt der Blutspendedienst des DRK in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland an jedem Werktag, um eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit den lebensnotwendigen labilen Blutpräparaten zu sichern,“ erklärt Friedrich-Ernst Düppe, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West.

„Wir sind noch lange nicht wieder dort, wo wir hin wollen, nämlich bei einer Reserve in unseren Vorräten, die für die normale Versorgung von etwa drei bis fünf Werktagen reicht,“ sagt Düppe. „Dazu brauchen wir noch einige Zeit, in der wir mehr denn je auf die Unterstützung der spendebereiten gesunden Bevölkerung angewiesen sind.“

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch mit einem Mindestkörpergewicht von 50 kg im Alter zwischen 18 und 68 Jahren (als Erstspender/in 18 bis 68 Jahre) Blut spenden. Blutspenden in höherem Alter sind nach individueller Entscheidung unserer Ärzte möglich.

Frauen können viermal, Männer sogar sechsmal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens acht Wochen liegen. Über die Zulassung zur Blutspende entscheidet der beim Blutspendetermin anwesende Arzt.

Jeder Blutspender muss sich nach ärztlicher Beurteilung in einem gesundheitlichen Zustand befinden, der eine Blutspende ohne Bedenken zulässt, kurz gesagt: der Spender muss gesund sein! Einerseits geht es dabei um den Schutz des Spendewilligen selbst, der durch die Blutentnahme keine Nachteile erfahren soll. Andererseits geht es dabei um den Schutz des Empfängers der aus der Blutspende hergestellten Blutpräparate.

Vor jeder Spende hat der Spendewillige schriftlich seine Einwilligung in die Blutentnahme, die erforderliche Speicherung, Verarbeitung und Nutzung der erhobenen Spenderdaten und die Verwendung des gespendeten Blutes durch den DRK-Blutspendedienst zu geben. Außerdem muss ein schriftlicher Fragebogen zur gesundheitlichen Vorgeschichte des Spendewilligen wahrheitsgemäß beantwortet und durch Unterschrift bestätigt werden.

Die ausführliche schriftliche Befragung jeder spendewilligen Person vor der Blutspende ist eine Maßnahme, die gesetzlich vorgeschrieben ist und im Zusammenhang mit den Laboruntersuchungen des gespendeten Blutes zu einer höchst möglichen Sicherheit der Blutpräparate beitragen soll.

Blutpräparate sind höchstens nur fünf Wochen haltbar. Deshalb können keine größeren Reserven über einen längeren Zeitraum gebildet werden. Täglich werden in Deutschland 15.000 Blutspenden benötigt. Um die Mindestversorgung von fünf bis sechs Werktagen zu garantieren, ist das DRK gerade während der Sommermonate auf die Unterstützung von Freiwilligen angewiesen.

Blutspendetermine erhalten Sie unter www.DRK.de oder der gebührenfreien Service-Hotline 0800-11 949 11.

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