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Sommerhitze trocknet DRK-Blutspendedienst aus
Zwischen 20 und 30 Prozent weniger Blutspender als normalerweise sind bei den Spendeaktionen der letzten Wochen erschienen

Die anhaltende Sommerhitze trocknet den DRK-Blutspendedienst West langsam aus. Um bis zu 30 Prozent weniger Blutspender als zu normalen Sommerzeiten sind in den letzten Wochen bei einzelnen Spendeaktionen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland gezählt worden.

Das macht sich mittlerweile auch nachhaltig in den Kühlräumen des Blutspendedienstes bemerkbar. Hier lagert derzeit nur ein Vorrat, der nur für den nächsten Werktag reicht. Normalerweise sollte die Bevorratung für drei bis fünf Werktage ausreichen. Längst können die Bestellungen der Kliniken zur Versorgung der Patienten nicht mehr in allen Blutgruppen wunschgemäß erfüllt werden.

„Eigentlich müssen wir jedem Spender besonders dankbar sein, der bei diesen Temperaturen den Weg zu einem Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes auf sich genommen hat,“ sagt Friedrich-Ernst Düppe, Pressesprecher des DRK-Blutspendedienstes West.

„Wir brauchen in diesen Tagen wirklich jeden gesunden Spender, denn unsere Bestände sind so weit zurück gegangen, dass eine normale Versorgung vielerorts nicht mehr gewährleistet werden kann.“ Düppe bittet jeden, der sich ins Kühle zurückzieht, vorher noch an die Patienten zu denken, die dringend auf lebensrettende Blutspenden angewiesen sind.

„Erst Blut spenden und dann im Schatten relaxen“, dass wünscht er sich von den Blutspendern der nächsten Tage.

Für einen gesunden Menschen stellt die Blutentnahme auch bei diesen Temperaturen kein Problem dar. Damit die Blutspende gut vertragen wird, erfolgt vorher eine ärztliche Untersuchung. Die eigentliche Blutentnahme dauert nur wenige Minuten, mit Anmeldung, Untersuchung und anschließendem Imbiss sollten Spendewillige eine gute Stunde Zeit einplanen. Eine Stunde Ihrer Zeit, die ein ganzes Leben retten kann.

Insbesondere für Blutspender, aber auch generell, rät das Deutsche Rote Kreuz bei den hohen Temperaturen zu erhöhter Flüssigkeitszufuhr. Zwei bis drei Liter Mineralwasser, Fruchtsäfte oder Tee sollte jeder während der Hitzetage zu sich nehmen.

Blut spenden kann jeder gesunde Mensch, der mindestens 18 Jahre alt ist und das 71. Lebensjahr nicht überschritten hat. Bei älteren Dauerspendern und Erstspendern ab 68 Jahre ist eine individuelle Zulassung durch den Arzt möglich. Weitere Informationen und Blutspendetermine erhalten Sie über die kostenlose Festnetz-Rufnummer der DRK-Blutspendedienste 08 00 11 949 11 oder im Internet unter www.blutspendedienst-west.de.

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