Wer sorgt für die höchstmögliche Sicherheit von Blutpräparaten?

Modernste Technik prägt das Bild im Zentrallabor des DRK-Blutspendedienstes. Hier wird das Spenderblut auf Virusinfektionen wie Hepatitis und HIV untersucht. Nur die Blutpräparate, die eindeutig in Ordnung sind, werden freigegeben. Doch die Sicherheit bei einer Bluttransfusion beginnt schon bei der sorgfältigen Auswahl der Blutspender. Strenge Richtlinien der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Instituts, der obersten Bundesbehörde, müssen beachtet werden.

Bild: Untersuchung des Spenderblut auf Virusinfektionen wie Hepatitis und HIV Die Gefahr, durch die Bluttransfusion eine ernsthafte Infektion zu bekommen, ist äußerst gering. Das so genannte Restrisiko einer Hepatitis B-Infektion liegt bei unter 1 : 1 Million (d.h. statistisch wird Hepatitis B unter einer Million Bluttransfusionen höchstens einmal übertragen). Bei Hepatitis C und HIV (AIDS) liegt das Restrisiko bei unter 1:16 Millionen.
Bild: Dr. Volkmar Schottstedt
Dr. Volkmar Schottstedt, Leiter des Zentrallabors, DRK-Blutspendedienst West: „Sicherheit ist für uns das oberste Gebot.”
Mehrere Stufen umfasst das ausgeklügelte Sicherheitsystem des DRK-Blutspendedienstes. Ein erster Schritt ist die sorgfältige Auswahl der Blutspender. Maßnahmen wie der vertrauliche Selbstausschluss, sterile Einwegnadeln, umfangreiche Laboruntersuchungen und zusätzliche Produktionsschritte (Filtration bei Zellkonzentraten, Virusinaktivierung bei Plasma) folgen. Am Ende der Sicherheitstreppe stehen Arzneimittel aus Blut, die nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft so risikoarm wie nur möglich sind.
Grafik: Die Sicherheitstreppe - das Sicherheitsystem des DRK-Blutspendedienstes