Kann man auch für sich selbst Blut spenden?
Rund 5 bis 7 Wochen vor dem geplanten Operationstermin muss die Entscheidung fallen, ob eine Eigenblutentnahme sinnvoll und gewünscht ist. Der operierende Arzt wird Sie rechtzeitig vor dem Operationstermin auf die Möglichkeit der Eigenblutentnahme hinweisen. Sie können selbst entscheiden, ob Sie diese Alternative nutzen wollen oder nicht.
Patienten, die sich Eigenblut entnehmen lassen wollen, müssen dazu vom Gesundheitszustand her geeignet sein. Sie müssen außerdem eine ausreichende Menge an roten Blutkörperchen haben. Ihr Wohlbefinden darf durch den Blutverlust in keiner Weise beeinträchtigt werden. In der Regel werden zwei bis maximal vier Eigenblutentnahmen durchgeführt. Der Arzt, der das Blut entnimmt, stellt anhand der vorliegenden Unterlagen und durch seine eigene Beurteilung endgültig die gesundheitliche Eignung fest.
Blutgruppenbestimmung mit Bedside-Test
Vor jeder Bluttransfusion wird die Blutgruppe des Patienten überprüft. Die Verträglichkeit von Blutspender- und Patientenblut muss mit allergrößter Sorgfalt untersucht werden. Wenn man Blut mit unverträglichen Eigenschaften übertragen würde, könnte ein Patient schnell in Lebensgefahr geraten. Überprüft werden nicht nur die AB0- und Rhesus-Blutgruppeneigenschaften. Weitere individuelle Eigenschaften können dafür entscheidend sein, welches Spenderblut ein Patient verträgt.

Viktor Schmidt, zuständiger Arzt für Blutplättchenspenden und für Eigenblutentnahmen im Zentrum Bad Kreuznach: „Etwa fünf Wochen vor dem Operationstermin muss die Eigenblutentnahme beginnen.”
Eigenblutpräparate dürfen aus Sicherheitsgründen nicht für andere Patienten verwendet werden, da die Spendefähigkeitskriterien andere sind als bei der üblichen Blutspende.
Eigenblut wird wie das Blut anderer Spender gründlich untersucht. Eigenblut darf nur dann transfundiert werden, wenn es den allgemeinen Sicherheitskriterien entspricht. Wenn Sie den Verdacht auf eine Infektion (z. B. Hepatitis oder HIV) haben, ist es sinnvoll, vor der ersten Eigenblutentnahme eine Untersuchung zu veranlassen. Jeder, der sich vom DRK-Blutspendedienst Eigenblut entnehmen lässt, bekommt einen Blutgruppenausweis mit seiner Blutgruppe.



