Was ist Eigenblut (eine Eigenblutspende)?
Im allgemeinen wird unter Eigenblut die Entnahme, Untersuchung, Aufbereitung und Lagerung von Blut eines Patienten im zeitlichen Zusammenhang mit einer planbaren Operation verstanden.

Bei der Eigenblutentnahme wird dem Patienten rechtzeitig vor der geplanten Operation mehrmals in wöchentlichem Abstand Blut entnommen, welches während der geplanten Operation bzw. in engem zeitlichen Zusammenhang mit dieser Operation zur Eigenbluttransfusion (autologe Transfusion) nur für diesen Patienten zur Verfügung steht. Die benötigte Menge an Eigenblutpräparaten hat der operierende Arzt zuvor festgelegt und bestellt.
Laienhaft wird in diesem Zusammenhang immer von der Eigenblutspende gesprochen. Dieser Begriff ist jedoch nicht richtig. Korrekterweise spricht man von der Eigenblutentnahme bzw. Eigenblutpräparation. Diese Begriffe werden wir in der nachfolgenden Darstellung verwenden. Die letzte Eigenblutentnahme sollte spätestens 2-3 Wochen vor der geplanten Operation stattfinden, damit der Körper noch die Möglichkeit hat, einen Teil des Verlustes durch Blutneubildung auszugleichen.

Der DRK-Blutspendedienst West entnimmt jährlich über 10.000 Eigenblute. Davon entfallen etwa 5.000 Entnahmen auf das Zentrum Münster.
Die meisten Patienten, deren Eigenblut in Münster entnommen wird, werden in Krankenhäusern in Münster sowie der näheren und weiteren Umgebung operiert.
Aber auch wenn die Operation an einem entfernteren Ort durchgeführt werden soll und der Patient in der Nähe von Münster lebt, lässt sich in Absprache mit dem Krankenhaus, in dem die Operation stattfinden wird, eine vorherige Eigenblutentnahme in Münster organisieren. Sprechen Sie in diesen Fällen bitte rechtzeitig mit Ihrem behandelnden Arzt und unseren Ansprechpartnern, damit wir auch die Frage des Transportes der Eigenblutkonserven klären können.



