Bedeutet die Anwendung von Fremdblut ein höheres Risiko?
Die Untersuchung von Fremdblut und Eigenblut wird im hochmodernen Zentrallabor unseres Blutspendedienstes durchgeführt. Das Blut wird zur Verwendung freigegeben, wenn die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungen den Normwerten entsprechen.
Unsere Fremdblutspenden stammen ausschließlich von freiwilligen und unbezahlten Blutspendern/innen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz oder dem Saarland. Wir zahlen unseren Spendern kein Geld, um keinen Anlass zu geben, uns wichtige gesundheitliche Informationen vor der Spende zu verschweigen.

Wir untersuchen jede Blutspende auf
- Blutgruppenbestimmungen im AB0-, Rhesus- und Kell-System sowie ein Suchtest auf das Vorliegen von Antikörpern gegen fremde Blutgruppenmerkmale
- Antikörper gegen HIV (AIDS-Test)
- Antikörper gegen Hepatitis C-Virus
- Antigene und Antikörper (Anti-HBc) des Hepatitis B-Virus
- Antikörper gegen den Erreger der Syphilis (Treponema pallidum)
Außerdem führen wir bei Fremdblutspenden einen molekularbiologischen Test (PCR-Methode) durch zum Direktnachweis der viralen Erreger von
- Hepatitis A, (seit 2001)
- Hepatitis B, (seit 1996)
- Hepatitis C, (seit 1996)
- HIV (AIDS), (seit 1996)
- Parvo-Virus B 19 (seit 2001).
Das gesamte Spenderprogramm des DRK-Blutspendedienstes West hat dazu geführt, dass Fremdblutkonserven heute einen höchst möglichen Sicherheitsstandard erreicht haben.
Das Restrisiko, sich mit einer Fremdblutkonserve zu infizieren wird von den Experten für DRK-Blutspendedienste heute mit folgenden Werten angegeben:
- Infektion mit Hepatitis B: kleiner 1 zu 500.000
- Infektion mit Hepatitis C: kleiner 1 zu 16 Millionen
- Infektion mit HIV (AIDS) kleiner 1 zu 16 Millionen



