Wie läuft eine Eigenblutentnahme ab?
Entweder können Sie die Eigenblutentnahme in der Klinik durchführen, in der Sie später auch operiert werden, oder Sie nehmen mit uns Kontakt auf, weil Sie z.B. in der Nähe unseres Zentrums in Hagen wohnen.
Der operierende Arzt stellt die Indikation zur Operation fest und schlägt Ihnen eine Eigenblutentnahme vor. Sodann legt dieser den vorgesehenen Operationstermin gemeinsam mit Ihnen fest und stellt eine Anforderung für Eigenblut aus. In dieser Anforderung müssen Ihre Personalien, Anschrift, Telefonnummer, voraussichtliches Operationsdatum und die Anzahl der benötigten Eigenblutkonserven enthalten sein.
Zur Eigenblutentnahme benötigen wir einen schriftlichen Auftrag des operierenden Arztes. Nach Erhalt des Auftrages werden Sie von uns über die voraussichtlichen Entnahmetermine schriftlich benachrichtigt. Dazu erhalten Sie eine Information, ein ärztliches Protokoll, das von Ihrem Hausarzt ausgefüllt und bei der ersten Entnahme vorgelegt werden muss, sowie einen Wegweiser wie unser Zentrum zu erreichen ist.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn Sie zu den Eigenblutentnahmeterminen mit einer Begleitperson erscheinen, die Sie auf dem Hin- und Rückweg unterstützt (z.B. fährt).
- Vor der ersten und bei jeder Blutentnahme erfolgt durch unsere ärzte eine allgemeine Eingangsuntersuchung, bei der noch einmal festgestellt wird, ob Sie für die vorgesehene Eigenblutentnahme geeignet sind.
- Vor jeder Eigenblutentnahme wird eine Hämoglobinbestimmung (roter Blutfarbstoffgehalt) durchgeführt. Gibt es Hinweise auf eine Blutarmut (niedriger Hb-Wert) kommt eine Eigenblutentnahme nicht in Frage.
Die Eigenblutgewinnung von ca. 500 ml Blut erfolgt in einem sterilen Beutelsystem (Einwegmaterial) aus der Armvene. Nach der Entnahme wird die Punktionsstelle mit einer Kompresse versorgt. Wir bitten Sie, sich nach der Eigenblutentnahme 10 Minuten auszuruhen und danach noch ca. 30 Minuten bei uns zu bleiben und erst nach Rücksprache mit uns zu gehen. Diese Wartezeiten dienen Ihrer eigenen Sicherheit und der Anpassung des Körpers an das geringfügig niedrigere Kreislaufvolumen.

Im Regelfall kommt es durch eine Eigenblutentnahme nicht zu einer Beeinträchtigung des körperlichen Wohlbefindens. Störungen, wie Kreislaufkollaps, unregelmäßige Herztätigkeit und Nachblutungen sind selten, aber nicht auszuschließen.
In wenigen Fällen kann es zu schmerzhaften Punktionen kommen. Gelegentlich an der Einstichstelle auftretende „blaue Flecke“ (Hämatome), auch größere Ausdehnungen mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen, bilden sich im allgemeinen rasch zurück. Schädigungen von Blutgefäßen und Nerven oder Entzündungen durch die Punktion der Vene treten ebenfalls selten auf.
Sollte sich ein schwerer Zwischenfall bei der Entnahme von Eigenblut ereignen, kann eine notfallmäßige Einweisung ins Krankenhaus erforderlich sein.
Zusätzlich zur Entnahme der Blutkonserve füllen wir noch einige Laborröhrchen mit Ihrem Blut. Diese werden für die anschließende Untersuchung in unserem Labor benötigt.



