Wer braucht überhaupt eine Bluttransfusion?

An den Montagmorgen vor drei Jahren erinnert sich Holger S. noch wie heute. Auf dem Weg zur Arbeit erlitt er einen schweren Verkehrsunfall. Seine Leber und seine Milz wurden verletzt. Er verlor fast vier Liter Blut. „Ohne Bluttransfusionen gäbe es mich heute nicht mehr“, sagt der 28-jährige, dem man die schweren Verletzungen nicht mehr ansieht. „Damals war ich bewusstlos und konnte meine Zustimmung zu der Bluttransfusion nicht geben. Aber ich würde immer zustimmen, wenn ich noch mal Blut benötigen sollte. Wie gut, dass es Spender gibt, die ihr Blut zur Verfügung stellen. Wie gut, dass das Blut heute so genau untersucht wird, dass man keine Angst vor der Übertragung haben muss.”

Ein großer Teil aller Blutkonserven wird im Rahmen von Krebstherapien eingesetzt. Neben den Krebspatienten sind Patienten in der Chirurgie und Orthopädie häufig auf Spenderblut angewiesen. Für Unfallopfer, bei Magenblutungen, bei Blutarmut und anderen Blutkrankheiten sind Blutpräparate oftmals unverzichtbar.

Aber auch bei komplizierteren Geburten und während der Behandlung von Früh- und Neugeborenen muss Blut transfundiert werden.
Bild: Vier Ärzte arbeiten im Operationssaal und blicken auf eine Blutkonserve
Bild: Frühchen im Brutkasten Viele Frühgeborene überleben. Doch oft genug brauchen sie in den ersten kritischen Lebenswochen Bluttransfusionen.