Der Begriff „Blutkonserve” ist allgemein verbreitet, aber im Grunde viel zu oberflächlich. Beim DRK-Blutspendedienst werden aus jedem halben Liter Spenderblut verschiedene Blutpräparate hergestellt, die hochwirksame Medikamente sind.
Aus einer Blutspende entstehen unter den Bedingungen größter Sorgfalt und Sicherheit ein Konzentrat roter Blutkörperchen, ein Plasmapräparat und ein Zwischenprodukt, aus dem ein Konzentrat von Blutplättchen hergestellt wird.
Bei einer Transfusion bekommt jeder Patient dann nur den Blutbestandteil, den er wirklich braucht. Der wertvolle Lebenssaft wird so sparsam und effektiv wie möglich verwendet.
Was ist eine „Blutkonserve”?

Annette Voß, stellvertretende Leiterin der Abteilung Herstellung im Zentrum Münster: „Unter strengen Sicherheits- und Hygieneanforderungen stellen wir aus jeder Blutspende hochwirksame Medikamente her.”
Rote Blutkörperchen Erythrozyten
transportieren den lebensnotwendigen Sauerstoff im Körper.
Ein Erythrozytenkonzentrat enthält die roten Blutkörperchen aus 500 ml Blut. Es hat ein Volumen von ca. 280 ml und besteht zu
60 % aus Erythrozyten, zu 40 % aus einer Stabilisatorlösung, die das Präparat bei einer Lagertemperatur von 2-6 °C für 35 bis 42 Tage lang haltbar macht.
Plasma
ist die Blutflüssigkeit.
Es enthält Eiweiße, Fette, Salze sowie Faktoren für die Blutgerinnung und die Infektabwehr. Ein therapeutisches Plasma hat ein Volumen von ca. 200 ml und kann - tiefgefroren oder gefriergetrocknet - 2 Jahre lang gelagert werden. Es enthält Gerinnungsfaktoren und weitere Proteine aus ca. 500 ml Blut.
Blutplättchen
Thrombozyten
sind entscheidend an der Blutgerinnung beteiligt. Ein Thrombozytenkonzentrat enthält die Blutplättchen aus etwa 2 Litern Blut und hat ein Volumen von ca. 280 ml. Es besteht aus Thrombozyten und Blutplasma. Bei einer Lagertemperatur von 20-24 °C ist es 5 Tage lang haltbar.
