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BLUTSPENDER-HOTLINE: 0800 11 949 11
Was passiert mit dem Blut nach der Spende?

Man könnte sagen: jetzt geht das erst richtig los! Wenn das Vollblut der Spender in den Kunststoffbeuteln gesammelt ist und alle zugehörigen Probenröhrchen in den Transportbehältern verstaut sind, tritt das gespendete Blut nach Abschluss der Spendeaktion zusammen mit dem Entnahmeteam den Weg in das regionale Blutspendezentrum des DRK-Blutspendedienstes West an. Im Allgemeinen treffen die Blutbeutel und Laborröhrchen bis 22 Uhr im Blutspendezentrum ein. Hier trennt sich dann der Weg. Die Laborröhrchen gehen auf die weitere Reise in das Zentrallabor des DRK-Blutspendedienstes West in Hagen. Die Blutbeutel bleiben bis zur weiteren Bearbeitung im Kühlraum des jeweiligen Blutspendezentrums bei + 6° Celsius gelagert.

  • Eingangskontrolle
  • Laboruntersuchungen
  • Präparation der Vollblutspende

Die Eingangskontrolle prüft die Vollständigkeit der eingesammelten Vollblutspenden anhand der EDV-Unterlagen von der Spenderanmeldung. Dabei wird noch einmal jeder einzelne Spenderfragebogen geprüft.

Die Laboruntersuchungen jeder einzelnen Blutspende beginnen unmittelbar nach Eintreffen der Proberöhrchen im Zentrallabor in Hagen noch in der Nacht ab 22 Uhr. Auch hier erfolgt zunächst wieder eine Vollständigkeitskontrolle. Sodann beginnen die Vorbereitungsarbeiten für die eigentlichen Untersuchungen. Diese umfassen:

  • die Blutgruppenbestimmung nach dem AB0-System
  • die Bestimmung des Rhesus-Faktors
  • eine Untersuchung nach irregulären Blutgruppen-Antikörpern
  • die Untersuchung auf Antikörper bzw. Antigene gegen
- Hepatitis-B und Hepatitis-C
- HIV
- Syphilis
  • den Virusdirektnachweis mittels Nukleinsäureamplifikationstechnik (PCR-Test) für folgende Virusarten:
- Hepatitis-A, Hepatitis-B, Hepatitis-C
- HIV
- Parvovirus B19

Die regelmäßige Untersuchung der Blutgruppe auch bei Dauerspendern und der Vergleich dieser Ergebnisse mit den Ergebnissen aus vorangegangenen Spenden dient auch der Verhinderung von Verwechslungen.

Sollte bei einer der infektionsserologischen Untersuchungen ein von der Norm abweichender Befund festgestellt werden, wird der betroffene Spender und der von ihm angegebene Hausarzt schriftlich über das Ergebnis informiert.

Alle Laboruntersuchungen sind am Tag nach der Blutspende gegen 17 Uhr abgeschlossen und dann auch in der EDV des Blutspendedienstes dokumentiert.

Etwa seit Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wird gespendetes Blut nicht mehr in der Form des natürlich belassenen Vollblutes an den Patienten weitergegeben, sondern in die wesentlichen Bestandteile des Vollblutes aufgeteilt. Dies sind:

  • die roten Blutkörperchen (Erythrozyten)
  • die Blutplättchen (Thrombozyten)
  • die Blutflüssigkeit (Plasma).

Jeder dieser Blutbestandteile kann dem Patienten einzeln verabreicht werden. Dadurch erzielt man eine schonendere Behandlung gegenüber der Gabe von Vollblut. Außerdem wird die Lagerung der einzelnen Blutbestandteile durch eine Optimierung der Lagerbedingungen verbessert. Die Lagerzeit beträgt bei

  • Erythrozyten 42 Tage bei +4 - +6° Celsius
  • Thrombozyten 5 Tage bei +20 - +22° Celsius
  • Plasma bis zu 2 Jahre bei -40° Celsius.

Um Vollblut in seine Bestandteile aufteilen zu können, müssen die Blutbeutel zunächst einmal zentrifugiert werden. Sodann lassen sich die einzelnen Blutbestandteile nacheinander in verschiedene weitere Beutel überführen und stehen somit für die separate Behandlung der Patienten zur Verfügung. Aufmerksamen Blutspendern ist es während der Spende nicht entgangen, dass der Blutbeutel, in den das Spenderblut läuft, bereits mit drei weiteren Beuteln verbunden ist. Diese Beutel werden für die spätere Aufteilung des Vollblutes genutzt. Nach Abschluss der Laboruntersuchungen können die einzelnen Beutel mit den Blutbestandteilen etikettiert werden. Sie erhalten damit auch die Freigabe zur Anwendung beim Patienten und stehen sofort für die Auslieferung an die Kliniken zur Verfügung.

 
 
 
 
 
 
 
 
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