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Warum trennt man Blut? |
Das menschliche Blut besteht aus vielen Bestandteilen, die jeder für sich eine wichtige Funktion für unseren Körper erfüllen. Blut, wie es in den Adern fließt und vom Spender gegeben wird, nennt der Fachmann "Vollblut". Das ist das natürlich belassene (native) Blut. Seit Anfang der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat sich in der Therapie mit Blut (Hämotherapie) durchgesetzt, einem Patienten gezielt nur diejenigen Bestandteile des Vollblutes zu übertragen, die für den Heilungsprozess erforderlich sind. Alle nicht unmittelbar benötigten Bestandteile des Vollblutes werden weggelassen. Diese "Hämotherapie nach Maß" stellt eine schonendere und gezieltere Behandlung für den Patienten dar.
So überträgt man beispielsweise einem Patienten, der zu wenige rote Blutkörperchen hat, ein Konzentrat dieser Erythrozyten, das aus einer Vollblutspende gewonnen wurde. Man muss dem Patienten bei dieser Vorgehensweise bei gleicher Wirkung nur das Volumen von weniger als einem viertel Liter übertragen, während die Übertragung einer Vollblutspende einem halben Liter entsprochen hätte. Das reduziert die Kreislaufbelastung.
Bei der Blutspende stellt die Vollblutspende aber immer noch den Hauptanteil aller Spenden. Aus dem Vollblut der Spenderinnen und Spender lassen sich direkt folgende Blutpräparate herstellen:
- Konzentrat roter Blutkörperchen (Erythrozytenkonzentrat)
- Konzentrat von Blutplättchen (Thrombozytenkonzentrat)
- Frischplasma.


